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Politik Inland
05/30/2019

SPÖ-Kritik an Gage für Rendi-Sekretär: Debatte über Beraterteam

Der frühere Faymann-Sprecher Nedeljko Bilalic verdient als externer Berater über 20.000 Euro. Max Lercher vor Comeback.

von Daniela Kittner

In der SPÖ gibt es massive Kritik an dem Team, das in der Parteizentrale am Werk ist. Nach einigen Fehlern in den letzten beiden Wochen herrschen Zweifel, ob der kommende Wahlkampf in den bestmöglichen Händen liegt.

In den Fokus der Kritiker ist Nedjelko Bilalic geraten, der als Berater von Parteichefin Pamela Rendi-Wagner und Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda fungiert. Dem Vernehmen nach soll die hohe Gage für Ärger unter SPÖ-Granden sorgen, Bilalic bekommt monatlich mehr als 20.000 €.

„Das ist fast ein Kanzlergehalt“, ärgert sich ein SPÖ-Politiker. Drozda relativiert auf KURIER-Anfrage: Es handle sich um kein Gehalt, sondern ein Honorar, der Genannte müsse Umsatzsteuer abführen und die Sozialversicherung selbst bezahlen. Berater anderer Parteien würden sicher auch so viel bekommen.

Lercher vor Rückkehr

Drozda selbst ist als Rendi-Wagners engster Mitarbeiter unbestritten. Es gilt aber als möglich, dass er Max Lercher als Verstärkung in Wahlkampfteam bekommt. Lercher wurde von Christian Kern als SPÖ-Bundesgeschäftsführer geholt, von Rendi-Wagner wieder abgelöst.

Nun steht Lercher vor einem Comeback: Er kandidiert auf Listenplatz 1 im obersteirischen roten Kerngebiet. Max Lercher ist an der SPÖ-Basis beliebt.