Bures zur SPÖ-Debatte: "Haben zurzeit keinen weiteren Kandidaten"

NATIONALRAT: BURES
"Ich halte nichts von persönlichen Intrigen", so die dritte Nationalratspräsidentin über die Debatte rund um SPÖ-Chef Andreas Babler.

Im Report am Dienstagabend bezog die dritte Nationalratspräsidentin, Doris Bures (SPÖ), zur vermeintlichen Personaldebatte rund um Andreas Babler innerhalb ihrer Partei Stellung. Diese gebe es derzeit nicht ernsthaft in der SPÖ, denn: "Wir haben zurzeit gar keinen weiteren Kandidaten," so Bures im Gespräch mit Journalistin Eva Linsinger. 

Sie gehe davon aus, "dass wir einen Kandidaten beim Parteitag (am 7. März, Anmerkung) haben werden". Eine Debatte werde jedoch insofern geführt, da es "notwendig ist, dass wir eine Trendwende einleiten".

Bures über Kern: "Will gar nicht spekulieren"

Zur Frage, ob Christian Kern ein besserer SPÖ-Chef wäre, erklärte Bures, sie wolle "gar nicht darüber spekulieren". Kern sei bereits Parteivorsitzender gewesen. Bures räumte aber Unzufriedenheit in Teilen der Partei ein und verwies auf Wahlergebnisse und Umfragen - konkret auf Werte von rund 18 Prozent. Sie sieht das "schlechteste SPÖ-Wahlergebnis der Zweiten Republik" als Anlass, "wieder mehr Vertrauen zu gewinnen". Notwendig seien hierfür aber eine ehrliche Diskussion innerhalb der Partei. Man erkenne an den Umfragewerten nämlich nicht zuletzt "einen Vertrauensverlust" in der Bevölkerung.

Bures fordert von ihrer Partei eine Diskussionskultur, in der es um "die besten Ideen für die Zukunft unseres Landes" gehe und nicht um "persönliche Intrigen". 

Stimme für Andreas Babler?

Ob sie selbst SPÖ-Chef Babler am Parteitag wählen werde? "Ich kann Ihnen das heute nicht beantworten", sagte Bures. Derzeit sehe sie keinen weiteren Kandidaten, betonte sie. Und: Personaldebatten hätten die SPÖ "immer geschwächt". Sie verwies zudem darauf, dass Babler diese Rolle auch "von der anderen Seite" kenne und in der Vergangenheit selbst frühere rote Parteichefs kritisiert habe, etwa Pamela Rendi-Wagner. "Wir haben diese Diskussionen immer gehabt."

Und: „Ich werde mal schauen, wer noch Kandidat ist,“ blieb Bures offen.

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