Österreichischer Buchklub der Jugend steht vor dem Aus

Forderung nach zusätzlicher Basisfinanzierung von jährlich 300.000 Euro. Kunstaktion am 23. April am Ballhausplatz.
Frau nimmt sich ein Buch aus dem Regal.

Der 1948 gegründete Österreichische Buchklub der Jugend, der sich seit Jahrzehnten der Leseförderung in Österreich verschrieben hat, steht laut eigenen Angaben vor dem Aus. Um eine für heuer drohende Schließung der Institution abzuwenden, brauche es eine zusätzlichen Basisfinanzierung von rund 300.000 Euro jährlich, wie es in einer Aussendung heißt.

Um auf die prekäre Situation aufmerksam zu machen und ins Gespräch zu kommen, ruft der Buchklub am 23. April zum Welttag des Buches gemeinsam mit der IG Autorinnen Autoren und dem Österreichischen Schriftsteller/innen-Verband zur Kunstaktion "Laut für das Lesen" um 11 Uhr auf dem Wiener Ballhausplatz auf.

Der Buchklub erreicht jährlich rund 400.000 Kinder und bringt hochwertige Literatur direkt in Klassenzimmer. "Er bietet Orientierung in einem unübersichtlichen Kinder- und Jugendbuchmarkt von rund 7.500 Neuerscheinungen pro Jahr und wählt gezielt jene Titel aus, die sich besonders für den Unterricht eignen", heißt es in der Tätigkeitsbeschreibung. "Niederschwellige Angebote zur Leseförderung würden insbesondere für jene Kinder fehlen, die erst Zugang zum Lesen finden."

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