ÖVP Oberösterreich: Hattmannsdorfer folgt auf Wöginger

Bereits am Sonntag war bekannt geworden, dass August Wöginger die erste politische Konsequenz zieht.
PROZESS GEGEN ÖVP-KLUBOBMANN WÖGINGER UND ZWEI FINANZBEAMTE WEGEN AMTSMISSBRAUCHS: WÖGINGER

Zusammenfassung

  • Wolfgang Hattmannsdorfer tritt beim ÖVP-Landesparteitag am 24. April als Stellvertreter für Landesparteichef Stelzer an, statt August Wöginger.
  • Wöginger verzichtet wegen des laufenden Amtsmissbrauchs-Prozesses auf eine Funktion im Landesparteivorstand.
  • Die bisherigen Stellvertreterinnen Hummer, Haberlander und Langer-Weninger wurden erneut für ihre Funktionen nominiert.

Jetzt ist es offiziell: Statt Klubobmann August Wöginger wird Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer auf dem Landesparteitag der ÖVP Oberösterreich als ein Stellvertreter des Landesparteichefs zur Wahl antreten. Der Landesparteivorstand und die Landesparteikonferenz haben am Montag, einen Monat vor dem ordentlichen Parteitag am 24. April in Linz, die personellen Weichen gestellt und den Wahlvorschlag für die Parteispitze beschlossen.

Erste politische Konsequenz

Wöginger, der sich derzeit in Linz vor Gericht wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs verantworten muss, war seit 2017 Vize von Landesparteichef Landeshauptmann Thomas Stelzer, der von den Gremien erneut für die Parteispitze nominiert wurde. Schon am Sonntag war bekannt geworden, dass Wöginger eine erste politische Konsequenz zieht. Der Innviertler "steht auf eigenen Wunsch für keine Funktion im Landesparteivorstand zur Verfügung", teilte die ÖVP Oberösterreich Montagnachmittag mit. Der Landesparteitag findet in jener Woche statt, in der auch der Prozess zu Ende gehen dürfte. Das Landesgericht hat für 21. oder 24. April die Urteilsverkündung angesetzt.

Die bisherigen Stellvertreterinnen Wirtschaftskammerpräsidentin und Obfrau des Wirtschaftsbundes Oberösterreich Doris Hummer, Landeshauptmannstellvertreterin und ÖAAB-Landesobfrau Christine Haberlander sowie Landesrätin und Oberösterreichs Bauernbund-Obfrau Michaela Langer-Weninger wurden am Montag wieder für diese Funktionen nominiert.

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