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Politik Inland
11/02/2020

Neun Monate Corona in Zitaten: "Absolut kein Grund zur Aufregung"

Von "keinem Grund zur Sorge" über die "Wiederauferstehung nach Ostern", eine "vermeintliche Entenfarm" bis hin zum "akuten Handlungsbedarf".

"Derzeit ist absolut kein Grund zur Aufregung, aber es braucht größte Aufmerksamkeit und internationale Abstimmung."
(22. Jänner 2020; noch ist Europa coronafrei, Gesundheitsminister Rudolf Anschober sieht Österreich "gut vorbereitet")

"Derzeit gibt es keinen Grund zur Sorge in Österreich."
(26. Jänner; Innenminister Karl Nehammer beruft nach dem ersten Verdachtsfall in Österreich dennoch einen Einsatzstab zum Coronavirus ein)

"Es gibt absolut keinen Grund zur Panik, dafür aber für erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht. Viel besser vorbereitet kann man nicht sein."
(27. Jänner; Anschober sieht mit drei bestätigten Fällen in Frankreich das Coronavirus in Europa angekommen)

"Auch um Österreich wird Corona keinen Bogen machen."
(26. Februar; Bundeskanzler Sebastian Kurz unmittelbar vor dem Bekanntwerden der ersten beiden Fälle in Österreich)

"Es wird auch zu Maßnahmen an Schulen kommen."
(10. März; Kurz kündigt das Aus für den Präsenzunterricht in Schulen, diese schließen am 16. März)

"Ab Montag müssen wir unser soziales Leben auf ein Minimum reduzieren."
(13. März; Kurz kündigt den 1. Lockdown an)

"Wir werden auch in Österreich bald die Situation haben, dass jeder irgendjemanden kennt, der an Corona verstorben ist."
(30. März; Kurz warnt vor "Verharmlosern", die Regierung weitet die Maßnahmen aus und macht die Maske im Supermarkt und Drogerien zur Pflicht)

"Es wird eine Woche sein, die ausschlaggebend dafür ist, ob die Wiederauferstehung nach Ostern, die wir uns alle wünschen, auch so stattfinden kann."
(6. April; Kurz kündigt den Stufenplan zur Öffnung nach Ostern an, dafür kommt aber die Maskenpflicht in allen Geschäften und den öffentlichen Verkehrsmitteln)

"Wir sind sozusagen die Flex, die Trennscheibe für die Gesundheitsbehörden, um die Infektionskette rasch zu durchbrechen."
(16. April; Nehammer bietet den Ländern Polizisten für die Rückverfolgung der Infektionskette an)

"Unser Ziel, mein Ziel war und ist es, die Schüler zurück in die Schule zu bringen."
(24. April; Bildungsminister Heinz Faßmann kündigt die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen ab 18. Mai an)

"Ein Grippevirus, das für über 80 Prozent der Bevölkerung nicht gefährlich ist."
(13. Mai; FPÖ-Chef Norbert Hofer fordert ein sofortiges Hochfahren des Landes)

"Ich bin sehr optimistisch, dass es in Österreich zu keiner zweiten Welle kommen wird."
(6. Juni; Anschober hofft auf eine flache Kurve)

"Nachdem wir die gesundheitlichen Folgen der Krise überstanden haben, müssen wir jetzt angesichts der Weltwirtschaftskrise die Konjunktur in Österreich wieder ankurbeln."
(13. Juni; auch Kurz zeigt sich zuversichtlich)

"Vorsicht ist die Mutter der Porzellan-Kiste."
(1. Juli; Außenminister Alexander Schallenberg verkündet Reisewarnungen für Länder des Westbalkans)

"Das Virus kommt mit dem Auto nach Österreich."
(16. August; die Urlauber kehren zurück, Kurz sieht dunkle Wolken am Corona-Horizont aufziehen)

"Es gibt schön langsam Licht am Ende des Tunnels."
(28. August; Kurz hofft auf einen Impfstoff und rechnet mit "gewohnter Normalität" im Sommer 2021)

"Ziel ist, einen Lockdown zu verhindern."
(11. September; nach drastischem Anstieg der Neuinfektionen setzt der Kanzler auf eine Ausweitung der Maskenpflicht und weitere Event-Einschränkungen)

"Was wir gerade erleben, ist der Beginn der zweiten Welle."
(13. September; Kurz erwartet einen "harten Herbst und Winter")

"Der Weg von der Hirnlosigkeit Weniger zur Arbeitslosigkeit Vieler ist ein kurzer."
(13. September; WKO-Chef Harald Mahrer fordert mehr Eigenverantwortung)

"Zweiter Lockdown offenbar schon in Vorbereitung."
(30. September; FPÖ-Chef Norbert Hofer hat Vorahnungen)

"Das ist nicht nur eine Ente, das ist eine ganze Entenfarm. Da ist wirklich nichts dran."
(30. September; Anschober kontert)

"Dass ein weicher Lockdown (...) am 2. November starten könnte, oder eben am 16. November, das Ganze für zwei oder drei Wochen."
(10. Oktober; ORF-Innenpolitik-Chef Hans Bürger weiß offenbar schon mehr)

"Die Lage ist extrem ernst, die Situation spitzt sich zu."
(25. Oktober; Kurz warnt angesichts der immer steileren Infektionskurve)

"Jetzt geht es um alles! Die nächsten drei, vier Wochen werden entscheidend für unsere Zukunft sein!"
(25. Oktober; Anschober sekundiert)

"Die Regierung darf nicht planlos in einen zweiten Lockdown hineintaumeln."
(27. Oktober; Ex-Gesundheitsministerin und SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner verlangt von der Regierung eine entsprechende Vorbereitung)

"Da stehen wir weit davon entfernt."
(27. Oktober; Anschober verweist auf die Frage, ab wann er für einen Lockdown ist, darauf, dass dazu die Intensivkapazitäten "unmittelbar vor dem Zusammenbruch" stehen müssten)

"Aus meiner Sicht haben wir wirklich einen akuten Handlungsbedarf."
(29. Oktober; der Gesundheitsminister zwei Tage später bei der Ankündigung, dass tiefgreifende Maßnahmen in zwei Tagen angekündigt werden - gemeinsam mit dem Bundeskanzler)

"Ab Dienstag den 3. November null Uhr bis Ende November wird es zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen."
(31. Oktober; Kurz lässt gemeinsam mit Anschober die Katze aus dem Sack)

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