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Politik Inland
08/07/2019

Neue Denkfabrik: Wider die Superreichen

Die frühere SPÖ-Rebellin Barbara Blaha gründet einen Thinktank. Warum eigentlich?

von Christian Böhmer

Personal? Hat sie.

Zwei „Senior Scientists“ sind schon engagiert, dazu noch drei, vier Redakteure; und auch einen Beirat mit ehrenamtlich arbeitenden Wissenschaftern hat Barbara Blaha bereits im Boot.

Geld? Hat sie auch, die frühere ÖH-Chefin.

Wie hoch genau ihr Budget ist für den Thinktank "Projekt 360“, das verrät Blaha noch nicht. Nur soviel: "Hunderte Menschen haben seit Start der Finanzierungsphase Geld gespendet. Ende des Jahres werden wir alle Spenden in einem Transparenzbericht veröffentlichen.“ Und auch Institutionen der Arbeitnehmervertretung (Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund) seien "logische Ansprechpartner".

Vor allem aber hat die vormalige SPÖ-Rebellin eine Mission. Und die besteht darin, "ein Gegengewicht zur Übermacht von rechtsliberalen Thinktanks wie der Agenda Austria oder Eco Austria zu bilden."

Das klingt nach einer Kampfansage. Und in vielerlei Hinsicht ist es das auch.