Marcus Franz

© APA/HANS KLAUS TECHT

Parlament
03/02/2016

Nach Franz' Austritt: ÖVP büßt an Klubförderung ein

Der Abschied des umstrittenen Abgeordneten kostet den Klub knapp 37.000 Euro.

Die ÖVP muss sich weiter mit den Geistern, die sie rief, herumschlagen. Zwar hat sich der umstrittene Abgeordnete Marcus Franz nach seiner jüngsten Entgleisung von der Volkspartei verabschiedet und will künftig als freier Mandatar im Nationalrat bleiben; doch die Probleme sind noch nicht ausgestanden.

Für die verbleibenden drei Quartale des laufenden Jahres verliert die ÖVP nach Auskunft des Parlaments 36.554,6 Euro an Klubförderung. Insgesamt kann der Klub damit für das Laufende Jahr mit 5,18 Mio. Euro rechnen - etwas weniger als die SPÖ (5,21 Mio. Euro).

Das wird die Partei wohl nicht empfindlich treffen, der Imageschaden wiegt wohl schwerer. Franz, der von VP-Klubobmann Reinhold Lopatka vom Team Stronach in den schwarzen Klub geholt wurde, hatte öffentlich über die Kinderlosigkeit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel spekuliert. Merkel, so der Politiker in einem Blog, hole deswegen so viele Flüchtlinge ins Land, weil sie damit ihre Kinderlosigkeit "wieder gut machen" wolle. Lopatka musste daraufhin ausrücken, um sich für Franz zu entschuldigen.

Franz, im Brotberuf Internist, fiel immer wieder mit mehr als konservativen Aussagen auf. So hielt er das Angrapschen von Frauen als zulässiges Anbahnungsinstrument für Beziehungen; freiwillige Kinderlosigkeit für amoralisch und Homosexualität für eine "genetische Anomalie".

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