Mehrheit für erleichterte Tempo-30-Einführung in Gemeinden

Mehrheit für erleichterte Tempo-30-Einführung  in  Gemeinden
Unique-Research-Umfrage für "profil": Nur FPÖ-Wähler in Umfrage mehrheitlich gegen solche Pläne

57 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sprechen sich für eine leichtere Einführung von Tempo 30 aus. Das zeigt eine am Samstag veröffentlichte Unique-Research-Umfrage für das profil. Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) hatte der ÖVP zuletzt einen Gesetzesvorschlag übermittelt. Demnach soll der Gemeinderat in "besonders sensiblen Zonen", also etwa in der Nähe von Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen, künftig selbst Tempo 30 festlegen können.

Auch im restlichen Ortsgebiet soll die Einführung nach Wunsch von Gewessler deutlich leichter werden. Die Frage "Sollten Gemeinden leichter eigenständig - also ohne Genehmigungsverfahren - 30 km/h-Tempolimits im Ortsgebiet einführen können?", beantworteten 57 Prozent mit "Ja, auf jeden Fall" (26 Prozent) oder "Eher ja" (31 Prozent). Ebenfalls abgefragt wurde das Wahlverhalten. Nur unter FPÖ-Wählerinnen und -wählern gab es eine Mehrheit gegen die Pläne, am deutlichsten sprachen sich Grünen-Wähler dafür aus, berichtete das profil.

Gewessler kam mit ihren Plänen dem Wunsch einer breiten Initiative des Verkehrsclub Österreich (VCÖ), des Städtebundes sowie mehr als 200 Gemeinden und Städten nach. Diese hatten vor einigen Wochen darauf verwiesen, dass im Vorjahr in Österreich im Schnitt alle 20 Minuten ein Mensch bei einem Verkehrsunfall im Ortsgebiet verletzt wurde. "Die aktuelle Straßenverkehrsordnung (StVO) behindert Gemeinden und Städte, wenn sie im Sinne der Verkehrssicherheit und örtlichen Lebensqualität Tempo 30 umsetzen möchten", beklagte die Initiative und forderte eine Reform.

 

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