Martha Schultz bleibt Präsidentin der Wirtschaftskammer

PK BUNDESMINISTERIUM FÜR KUNST, KULTUR, ÖFFENTLICHEN DIENST UND SPORT (BMKÖS) "UNTERSTÜTZUNGSPAKET FÜR SCHULSPORTWOCHEN": SCHULTZ
Das teilte der ÖVP-Wirtschaftsbund am Dienstagabend auf Social Media mit und wurde von einem WKÖ-Sprecher bestätigt.

Als Harald Mahrer im November nach der Affäre um Gehaltserhöhungen in der Wirtschaftskammer als Präsident zurücktrat, war die Tiroler Unternehmerin Martha Schultz (62) als Übergangspräsidentin eingesprungen. Seit Dienstag ist nun klar, dass sie die gesamte Periode an der Spitze der Wirtschaftskammer bleiben wird. Darauf haben sich die neun Landes-Obleute des ÖVP-Wirtschaftsbundes  bei einem informellen Treffen geeinigt.

Für Außenstehende kommt diese Entscheidung, die interessanterweise nur über soziale Plattformen verkündet worden ist, überraschend. Immerhin hatte Martha Schultz immer erklärt, diese Funktion nur interimistisch auszuüben. Mit der Begründung, dass sich die Tätigkeit für die Wirtschaftskammer mit der Geschäftsführung der Schultz-Gruppe auf Dauer nicht vereinbaren lasse. Wie man aus der Wirtschaftskammer hört, soll zuletzt auch noch ihr Bruder dagegen gewesen sein, dass sie nach Wien in die Zentrale in der Wiedner Hauptstraße wechselt. Da hat es nun eine Wendung gegeben.

Am Mittwoch wird nun zuerst  das Wirtschaftsbund-Präsidium, die bestimmende Fraktion innerhalb der Wirtschaftskammer, tagen. Am Nachmittag findet die Angelobung der Wirtschaftskammer-Präsidentin durch Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) statt.  Erst dann will man in der Wirtschaftskammer offiziell zu der Personalentscheidung Stellung nehmen.

Seit 2010 Vizepräsidentin

Schultz ist schon lange für die Wirtschaftskammer und den  Wirtschaftsbund tätig. Seit 2010 ist sie Vizepräsidentin in der Kammer, seit 2015 Bundesvorsitzende von "Frau in der Wirtschaft".  Auch im Wirtschaftsbund hatte sie diese Funktionen inne. Dort ist sie außerdem Präsidentin des Österreichischen Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft.

Auf die neue Präsidentin wartet einiges an Arbeit. Nach den Debatten um die geplante Gehaltserhöhung von 4,2 Prozent für Mitarbeiter der Wirtschaftskammer und die stark gestiegenen Funktionsgebühren musste die Kammer sehr viel an Kritik einstecken. Deswegen wurde auch schon angekündigt, dass es zu einigen Reformen kommen wird. An der Pflichtmitgliedschaft in der Kammer will die neue Führung nicht rütteln, wie Martha Schultz  schon in einigen Interviews deponiert hat.

Einige Maßnahmen hat Martha Schultz nach ihrem Antritt im November – damals noch interimistisch – gesetzt. So wurde die Gehaltserhöhung für die Mitarbeiter für 2026 mit 2,1 Prozent festgelegt und die Erhöhung der Funktionsentschädigungen vorerst ausgesetzt. Die Frage, ob es Gegenwind gegeben habe, beantwortete die künftige Präsidentin gegenüber dem KURIER damals so: "Es sind schon Rückfragen gekommen, weil viele von ihrer Arbeit und der gerechtfertigten Erhöhung überzeugt sind. Wer etwas leistet, der soll entschädigt werden. Aber mit Aufklärung und Gesprächen konnte ich alle überzeugen, auf die Erhöhung bis auf Weiteres zu verzichten."

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