Schulreform in Österreich: Das soll sich in der AHS-Oberstufe alles ändern

Wie die Schulen das neue Fach "Medien und Demokratie" umsetzen, bleibt ihnen überlassen.
Schulreform in Österreich: Das soll sich in der AHS-Oberstufe alles ändern

Bildungsminister Christoph Wiederkehr hat am Mittwoch Details zur Reform des AHS-Lehrplanes in der Oberstufe erläutert. Und diese sind, so Wiederkehr, mittlerweile sowohl mit den Koalitionspartnern als auch mit Schulpartnern akkordiert.

Im Wesentlichen geht es darum, neue Kompetenzen im Lehrplan zu verankern, ohne die Schüler zu überfordern, sprich: die Gesamtzahl der Unterrichtsstunden wesentlich anzuheben.

Bildungsminister Christoph Wiederkehr

Für Wiederkehr ist es mittlerweile evident, dass Lehrpläne in Zukunft rascher und laufend adaptiert werden müssen, weil die Gesellschaft sich auch rascher verändere als noch vor Jahrzehnten. 

Ganz allgemein sollen digitale Basiskompetenzen, Medien- und Demokratiekompetenz  und verstärkte wirtschaftliche Bildung mehr Raum im Unterricht bekommen.

Was sind nun die Eckpunkte der Einigung mit den Schulpartnern?

  • Das Fach Informatik wird um eine Stunde um den Bereich KI erweitert.
  • Es gibt ein Pflichtfach Medien und Demokratie, wobei jede Schule selbst entscheiden kann, wie sie es umsetzen will:
    • Als eigener Pflichtgegenstand mit zwei Stunden oder
    • schulautonom gekoppelt mit anderen Gegenständen in einem eigenen Fächerbündel oder
    • schulautonom gekoppelt mit anderen Gegenständen in mehreren Fächerbündeln
  • Latein wird um zwei Stunden von 12 auf 10 Stunden gekürzt.
  • Die Gesamtstundenanzahl der AHS-Oberstufe bleibt gleich, Schülerinnen und Schüler werden durch gleichbleibende Gesamtstundenanzahl nicht zusätzlich belastet. 

In Kraft treten soll die Reform erst in einem Jahr - dementsprechend haben Schulen und Verwaltung noch Zeit, die Umstellung umzusetzen.

Kommentare