Politik | Inland
28.07.2018

Kunasek: Acht Monate Grundwehrdienst gestückelt denkbar

ÖVP ist gegen Kunaseks Vorschlag zu einem längerem Grundwehrdienst.

Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) würde wie bekannt den Wehrdienst gerne wieder verlängern. Die Reduktion von acht auf sechs Monaten sei eine "wahltaktische Fehlentscheidung" des früheren Verteidigungsministers Günther Platter (ÖVP), heute Tiroler Landeshauptmann, gewesen, erklärte Kunasek im Magazin Profil.

Kunasek hatte sich bereits in der Vergangenheit für einen längeren - sieben Monate dauernden - Grundwehrdienst ausgesprochen. "Sechs Monate am Stück plus zwei Monate später wären ideal", erklärte er nun. Die Verlängerung könnte mit "Goodies" kombiniert werden: "So könnte ich mir vorstellen, dass der Sold für die Rekruten von aktuell 320 Euro in Richtung der Mindestsicherung steigt."

ÖVP-Wehrsprecher: "Nicht sinnvoll"

Die ÖVP hat der Idee von Verteidigungsminister Mario Kunasek ( FPÖ), den Wehrdienst von sechs auf acht Monate wieder zu verlängern, eine Absage erteilt. Eine Änderung sei nicht im Regierungsprogramm vorgesehen, betonte Wehrsprecher Michael Hammer am Samstag in einer Aussendung. Es sei weder "sinnvoll" noch "richtig, jetzt in das System einzugreifen".

Wechsel nach Graz möglich

Der Minister erklärte weiters, er werde bei der steirischen Landtagswahl 2020 als FPÖ-Spitzenkandidat antreten und in die Steiermark zu wechseln, wenn den Blauen der Einzug in die Landesregierung gelingt.