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Politik Inland
02/11/2021

Kickl fände Partei-Obmannschaft "eine reizvolle Überlegung"

Jeder Fußballer wolle im Nationalteam stehen, jeder Teamspieler wolle Kapitän sein, das sei doch ganz logisch, erklärte Kickl.

Der freiheitliche Klubobmann Herbert Kickl kann sich prinzipiell vorstellen, die Obmannschaft der Bundes-FPÖ zu übernehmen. Das wäre natürlich eine "reizvolle Überlegung", sagte er im Interview mit dem Nachrichtenmagazin News. Dies sei aber "kein Plan", schränkte er ein. Lediglich wenn ihn die Partei darum bitten sollte oder FPÖ-Chef Norbert Hofer neue Wege einschlagen würde (etwa eine neuerliche Präsidentschaftskandidatur), wäre er bereit dazu.

"Ich wäre ein schlechter und unehrlicher Politiker, wenn ich nicht sagen würde: Natürlich ist das eine reizvolle Überlegung", sagte Kickl. "Jeder Fußballer will im Nationalteam stehen, jeder Teamspieler will Kapitän sein, das ist doch ganz logisch."

Geplant habe er einen solchen Schritt aber nicht: "Das ist kein Plan, aber wenn sich die Situation ergibt und die Partei vor einer Situation steht, wo sich diese Frage stellt, dann würde ich nicht sagen: Ich mache das nicht. Sonst wäre es ja sinnlos, dass ich das Ganze über all die Jahre mit aufgebaut habe." Gleichzeitig verwies der Klubobmann darauf, dass diese Debatte von außen komme: "Seitdem es diese Neuaufstellung mit Norbert Hofer und mir gibt, versucht man von außen einen Führungs- und Richtungsstreit in die freiheitliche Partei hineinzutragen."

Es sei ja derzeit "Chef im Nationalratsklub". Seine Aussage bedeute für die Partei nicht, "dass die Dinge, so, wie sie jetzt bestehen, gleich auf den Kopf gestellt werden müssen". Er sei nach seiner prinzipiellen Bereitschaft gefragt worden - "und danach, ob es mich interessiert. Und das habe ich mit Ja beantwortet". Infrage komme ein solcher Wechsel aber nur, wenn "die Partei von sich selber sagt, wir hätten das gerne" - "oder zum Beispiel, wenn Norbert Hofer einen neuen Weg einschlägt, was ja auch nicht ausgeschlossen ist, und möglicherweise einen zweiten Anlauf auf die Bundespräsidentschaft nimmt - dann sind die Dinge neu zu bewerten".

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