Politik | Inland
18.08.2018

Kern nennt Kritik von Doskozil "obskur“

Der SPÖ-Chef hat kein Verständnis für die Einwände des burgenländischen Landesrats.

Die Kritik des burgenländischen Landesrats und Ex-Verteidigungsministers Hans Peter Doskozil, dass sich die SPÖ mit "grün-linker Fundi-Politik" selbst abschaffe, ist für Parteichef Christian Kern "obskur". "Wenn die 29-Prozent-Partei SPÖ versuchen würde, eine Drei-Prozent-Partei wie die Grünen zu kopieren, dann wäre sie wohl meschugge", sagte Kern im aktuellen Profil.

Doskozil hatte vor gut einer Woche Kritik geübt, nachdem die Bundes-SPÖ auch den Kampf gegen den Klimawandel als zentrales Thema der Zukunft verkündet hatte. Zahlreiche SPÖ-Landespolitiker, etwa der Niederösterreicher Franz Schnabl, stellten sich daraufhin aber hinter Kern und betonten, Klimapolitik müsse ein "gleichberechtigtes" Thema sein, Klimakatastrophen seien auch als eine wesentliche globale Fluchtursache zu werten. Darum, so etwa Schnabl, würden sich eine aktive Klima- und Migrationspolitik keineswegs ausschließen.

Im Profil stellt Kern klar: "Wir müssen wieder mehr Mut haben und eigene Positionen vertreten. Ja, wir wollen die Kontrolle der Grenzen, aber wir sind auch dafür, Menschen im Mittelmeer zu retten."

Die SPÖ-interne Debatte hält Kern aber für einen "Sturm im Wasserglas", unterschiedliche Flügel in der Partei könne er "nicht wirklich wahrnehmen".