Kaiser für Verlängerung der Wehrpflicht, gegen Volksbefragung

Beim Heer oder Zivildienst sollten sich junge Menschen Kompetenzen aneignen, die sie auch in der Zeit danach anwenden können, so Kaiser.
FESTAKT ÖBB "ERÖFFNUNG KORALMBAHN": KAISER

Zusammenfassung

  • Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) spricht sich für eine Verlängerung des Wehrdienstes und gegen eine Volksbefragung aus.
  • Kaiser betont die Notwendigkeit neuer Ausrüstung, insbesondere für Cybersecurity und Luftraumüberwachung, und fordert eine Anpassung des Zivildienstes.
  • Die Bundesregierung soll laut Kaiser selbst über die Wehrdienstverlängerung entscheiden, ohne die Verantwortung auf die Bevölkerung abzuwälzen.

Der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) hat sich bei einem Besuch der Türk-Kaserne in Spittal an der Drau für eine Wehrdienstverlängerung und gegen eine von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) forcierte Volksbefragung ausgesprochen. Auch der Zivildienst soll adaptiert werden, hieß es in einer Aussendung des Landespressedienstes am Donnerstag.

Kaiser unterstützt die von der Expertenkommission vorgeschlagene Verlängerung des Wehrdienstes, nicht zuletzt aufgrund der geopolitischen Herausforderungen: "Die Verlängerung des Wehrdiensts sowie die Anschaffung von neuen Geräten vor allem in Sachen Cybersecurity und Luftraumüberwachung sind Gebot der Stunde, alles andere ist Träumerei."

Landeshauptmann: Bundesregierung soll Entscheidung treffen

Zu dem Thema eine Volksbefragung durchzuführen, lehnt der Landeshauptmann aber ab: "Die Vorschläge für eine sinnvolle Verlängerung wurden von Fachexperten im Auftrag der Bundesregierung ausgearbeitet. Es liegt an der Bundesregierung, eine Entscheidung zu treffen und diese nicht auf die Bevölkerung abzuwälzen." Auch um eine Adaptierung des Zivildienstes werde man nicht herumkommen. Die Zeit beim Heer oder beim Zivildienst soll jedenfalls so gestaltet werden, dass sich junge Menschen Kompetenzen aneignen, die sie auch in der Zeit danach anwenden können, so Kaiser.

Erst am Mittwoch hatte sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen für eine Wehrdienstverlängerung ausgesprochen. Zu einer möglichen Volksbefragung gab es vom Oberbefehlshaber des Bundesheeres keine Stellungnahme.

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