Finanzminister Marterbauer plant neues Milliarden-Sparpaket

Mit einem weiteren Sparpaket sollen bis zu zwei Milliarden Euro eingespart werden. Marterbauer nannte noch keine Details. Lösung bei Spritpreisen müssen "budgetneutral" sein.
PK AUSSENMINISTERIUM, OECD "ECONOMIC SURVEY - WIRTSCHAFTSBERICHT ZU ÖSTERREICH": MARTERBAUER (SPÖ)

Österreich erwartet das nächste Sparpaket. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) kündigte gegenüber der Kronen Zeitung sowie in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" an, dass bis zu zwei Milliarden zusätzlich einzusparen sein werden. "Wir haben weiteren Sparbedarf, überhaupt keine Frage", zitiert ihn die Krone. Welche Maßnahmen er setzen will, sagte Marterbauer nicht.

Gleichzeitig machte er klar, dass angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und der Golf-Region einiges an Unsicherheit besteht. Auch nach der Frühjahresprognose der Wirtschaftsforscher im April werde die Unsicherheit groß bleiben. "Dieser unnötige und dumme Krieg" könne ganz Europa die wirtschaftliche Entwicklung verhageln, meinte er in der Krone.

Dass weitere Einsparungen im Doppelbudget 2027 und 2028 kommen werden, ist nicht wirklich überraschend. Der Fiskalrat hatte erst vor wenigen Tagen gemeint, dass ein bis zwei Milliarden an zusätzlichen Konsolidierungsmaßnahmen notwendig sein würden, und legte eine Reihe an möglichen Einsparungen vor - etwa die Abschaffung des Familienbonus, das Aus für klimaschädliche Subventionen oder die gänzliche Rücknahme der Abschaffung der "kalten Progression".

Marterbauer will bei Spritpreisen "budgetneutrale" Lösung

Zudem betont der Finanzminister, dass die geplante Mineralölsteuer-Senkung nur budgetneutral umgesetzt werden kann. Es könne nur das ausgeschüttet werden, was man an zusätzlicher Mehrwertsteuer einnehme, erklärte er im Ö1-"Morgenjournal". Die Senkung müsse nicht in einem Monat budgetneutral sein, aber über ein paar Monate hinweg.

Noch ist nicht fix, dass es überhaupt zu der geplanten Spritpreis-Senkung kommt, da weder FPÖ noch Grüne ihre Zustimmung gegeben haben, es aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit braucht. Bis zum anvisierten Beschluss im Nationalrat am kommenden Mittwoch soll es noch zu Verhandlungen kommen. Neben der Senkung der Mineralölsteuer ist auch eine Einschränkung der Margen für Treibstoffe geplant.

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