Erbschaftssteuer: Grüne starten Petition

Soll ab 1 Million Euro gelten. Erst vergangene Woche ließ SPÖ mit Volksbefragung aufhorchen.
Themenbild Erbschaft

Die Grünen starten eine Petition namens "Superreiche fair besteuern", die auf die Einführung einer Erbschaftssteuer ab 1 Million Euro abzielt. Freibeträge soll es für Eigenheime, Familienbetriebe und kleinstrukturierte Bauernhöfe geben. Man wolle die Gerechtigkeitsfrage damit wieder ins Zentrum der politischen Debatte rücken, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch.

Partei- und Klubchefin Leonore Gewessler betonte, sie wolle sich damit ausdrücklich an jene Menschen wenden, die von dieser Bundesregierung enttäuscht seien. "Ich verstehe alle, die sich mehr Mut in der Frage der Gerechtigkeit erwarten. Wenn ihr euch wünscht, dass Superreiche endlich einen fairen Beitrag leisten, dann seid ihr bei uns Grünen richtig", erklärte sie.

Höherer Freibetrag für Eigenheim und Bauernhof

Nach dem Modell der Grünen würde die Steuer ab Erbschaften in Höhe von 1 Mio. Euro schlagend. Für ein geerbtes Haus mit Hauptwohnsitz soll der Freibetrag 1,5 Mio. Euro betragen. Ausnahmen soll es auch bei Übernahmen bzw. Weiterführungen von Bauernhöfen oder kleinen Gewerbebetrieben geben.

Die Steuer soll bei Erbschaften von 1 bis 5 Mio. Euro 25 Prozent betragen, für die Anteile zwischen 5 und 10 Mio. würden 30 Prozent fällig, darüber 35 Prozent. Den Freibetrag für die erste Million soll man nur einmal im Leben geltend machen können.

Bei den Grünen verspricht man sich davon jährliche Einnahmen von mindestens 1,5 Mrd. Euro. Sie wollen damit die Einkommenssteuer für geringer Verdienende senken und auch Schulen oder Kindergärten finanzieren, hieß es auf https://gruene.at/superreichebesteuern/.

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