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Politik Inland
02/01/2021

Edtstadler stellte Frankreichs Oberrabiner Antisemitismus-Strategie vor

Im Jahr 2019 gab es 550 antsemitische Vorfälle in Österreich - 1980 waren es noch 46.

Anlässlich ihres Arbeitsbesuchs in Paris besuchte Europaministerin Karoline Edtstadler am Montag die Synagoge Paris, die größte Synagoge Frankreichs. Edtstadler sprach dort mit dem französischen Oberrabbiner Haim Korsia über jüdisches Leben und den steigenden Antisemitismus in Frankreich und ganz Europa und stellte ihm die österreichische Strategie gegen Antisemitismus vor: „Judenhass kennt keine geographischen Grenzen, wir brauchen daher dringend eine umfassende, europäische Strategie gegen Antisemitismus. Die österreichische Strategie kann dafür Impulsgeber und Wegweiser sein. Ich bin froh, dass wir auch hier mit Frankreich gemeinsam an einem Strang ziehen.“

Antisemitismus ist seit Jahren weltweit messbar auf dem Vormarsch. Zwischen 2018 und 2019 stieg die Zahl der Vorfälle gegen Juden um 12 Prozent in den Vereinigten Staaten, um 17 Prozent in Deutschland und um 27 Prozent in Frankreich.

In Österreich wurden 550 im Jahr antisemitische Vorfälle von der IKG gemessen. Knapp die Hälfte eindeutig von Rechtsextremen.

1980 waren dies noch 46 Fälle.  Seit 2017 wurde die Schwelle von 500 Fällen pro Jahr überschritten. Gründe dafür sind ein gesteigertes Bewusstsein, ein klarer Anstieg der Fälle und aber auch mehr Mut seitens der Opfer, die Fälle anzuzeigen.

Im Jänner 2021 präsentierte die Österreichische Bundesregierung als Antwort darauf die Nationale Strategie gegen Antisemitismus Diese besteht aus 38 konkreten Maßnahmen - unter anderem aus Bereichen wie Bildung, Ausbildung und Forschung, Schutz jüdischer Gemeinschaften und Einrichtungen oder Integration.

Unterstützung für die Nationale Strategie gegen Antisemitismus gab es allen voran vom Staat Israel, der IKG sowie der Europäischen Kommission und auch von Seiten der Opposition.

Frankreich hat laut dem Jewish Policy Institute mit 460.000 Juden bei einer Gesamteinwohnerzahl von 64 Millionen weltweit die drittgrößte jüdische Gemeinde nach Israel und den USA. Diese ist allerdings sinkend.

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