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Politik Ausland
02/28/2021

Wieder Krawallnacht in Spanien: Premier Sanchez reicht es jetzt

Als "inakzeptabel" bezeichnete der Sozialist die Auscheitungen in Barcelona, bei denen es nach der Inhaftierung eines Rappers zu Brandstiftungen gekommen war.

Nach zwei ruhigen Nächten hat es in Spanien bei Protesten gegen die Festnahme eines Musikers wegen Beleidigung des Königshauses erneut Ausschreitungen gegeben. Dabei seien am späten Samstagabend in Barcelona 13 Menschen festgenommen worden, teilte die katalanische Polizei am Sonntag auf Twitter mit.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez verurteilte die Ausschreitungen bei den Demonstrationen für mehr Meinungs- und Künstlerfreiheit. „Vandalismus und Gewalt“ seien „inakzeptabel“, schrieb der sozialistische Politiker in dem sozialen Netzwerk. Sanchez hatte zuvor einen besseren Schutz der Meinungsfreiheit versprochen.

Nach einer friedlichen Kundgebung, an der nach Medienschätzung circa 4.000 Menschen teilgenommen hatten, setzten mehrere Dutzend vermummte Demonstranten auf der Flaniermeile Las Ramblas im Zentrum Barcelonas ein Polizeifahrzeug, Müllcontainer und auch den Eingangsbereich eines Hotels in Brand. Sie verwüsteten unter anderem auch Bankfilialen und plünderten mehrere Geschäfte.

Seit der Inhaftierung des wegen Monarchie-Beleidigung und Verherrlichung von Gewalt zu neun Monaten Haft verurteilten Rappers Pablo Hasel am 16. Februar kommt es in Spanien in verschiedenen Städten immer wieder zu gewalttätigen Kundgebungen. Das Epizentrum der Proteste ist aber die katalanische Heimat des Musikers.

Hasel, der mit bürgerlichem Namen Pablo Rivadulla Duro heißt, hatte sich geweigert, die Strafe freiwillig anzutreten und sich tagelang in der Universität von Lleida verbarrikadiert. Der 32-Jährige hatte den Alt-König Juan Carlos, der sich nach Korruptionsvorwürfen und angesichts von Justizermittlungen vor mehr als sechs Monaten nach Abu Dhabi abgesetzt hat, unter anderem einen „Dieb“ genannt und Gewaltfantasien gegen konservative Politiker in seine Texte eingebaut. Er selbst sieht das durch die künstlerische Freiheit gedeckt.

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