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Ex-Minister Streeting fordert Premier Keir Starmer heraus

Dreikampf um den Premier-Posten?
Progress annual conference 2026, in London

Seit der britische Gesundheitsminister Wes Streeting am Donnerstag mit klaren Worten seinen Rücktritt verkündete, wartete das politische London auf seine Entscheidung. Jetzt steht fest: Streeting will neuer britischer Premier werden.

Er werde in einer Wahl um das Amt des Labour-Parteichefs gegen den amtierenden, stark angeschlagenen Regierungschef Keir Starmer antreten, bestätigte der 43-jährige Streeting am Samstag bei einem Auftritt. Mit dem Posten des Parteichefs ist auch das Amt des Premierministers verbunden, das Starmer im Falle einer verlorenen Führungswahl abgeben müsste.

Noch ein Herausforderer

Ob sich Streeting dem Duell mit Starmer stellt, war bis zuletzt unklar. Spekuliert wurde, er könne womöglich keine ausreichende Unterstützung im Parlament dafür haben. Um den Parteichef herauszufordern, ist die Unterstützung von mindestens 81 Abgeordneten aus der Fraktion notwendig.

Zudem positioniert sich Streeting damit klar gegen einen weiteren Kandidaten auf das Amt des Premiers: Andy Burnham. Der Bürgermeister der Stadt Manchester will in den kommenden Wochen den Sprung ins Parlament schaffen. 

Streeting betonte, er wolle mit dem Auslösen der Führungswahl abwarten, bis Burnham die Chance habe, seinen Hut ebenfalls in den Ring zu werfen. Der charismatische Burnham gilt als aussichtsreichster Herausforderer – bevor es dazu kommt, muss er aber die Nachwahl im Bezirk Makerfield nahe Manchester für sich entscheiden.

Wes Streeting positioniert sich unterdessen auch inhaltlich: In Hinblick auf den Brexit schlägt er einen deutlich anderen Ton an als Starmer. „Die EU zu verlassen, war ein katastrophaler Fehler“, sagt er. „Wir brauchen eine neue besondere Beziehung mit der EU.“ Die Mehrheit der Briten, die den Brexit rückgängig machen wollen, könnte er damit erreichen.

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