Vermeintlich getöteter Flottenkommandant im russischen TV

Satellitenbilder zeigen Rauch, der nach einem ukrainischen Angriff von einem russischen Marinehauptquartier aufsteigt.
Sokolow erklärt Schwarzmeerflotte als erfolgreich.

Russland zeigt den nach ukrainischen Angaben bei einem Angriff getöteten Kommandanten seiner Schwarzmeerflotte erneut im Fernsehen. Admiral Viktor Sokolow sagte in einem Interview, dass die Schwarzmeerflotte erfolgreich arbeite. Der Fernsehsender Swesda gehört zum Verteidigungsministerium.

Aus Sokolows Kommentaren geht allerdings nicht hervor, ob die Aufnahmen nach dem ukrainischen Raketenangriff auf das Hauptquartier der Flotte auf der Krim aufgezeichnet wurden.

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"Die Schwarzmeerflotte erfüllt selbstbewusst und erfolgreich die ihr vom Kommando zugewiesenen Aufgaben. Die Überwasserkräfte, die U-Boot-Kräfte, die Marineflieger und die Truppen an der Front", sagte Sokolov.

Am 22. September hatte die Ukraine nach eigenen Angaben das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte in Sewastopol auf der Krim mit Raketen angegriffen und erheblich beschädigt. Dabei sei Sokolow getötet worden, erklärten die ukrainischen Spezialkräfte. Russland hatte zunächst nur den Angriff auf das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte bestätigt. Ein Soldat werde vermisst, hatte das Verteidigungsministerium erklärt. Am Dienstag veröffentlichte es Videoaufnahmen und Fotos, die Sokolow bei einer Videokonferenz mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu und anderen ranghohen Offizieren zeigen sollen.

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