Nach Skandalen: Demokratischer US-Senatskandidat gibt auf
Zusammenfassung
- Der demokratische Senatskandidat Graham Platner hat nach einer Reihe von Skandalen seine Kampagne im Bundesstaat Maine ausgesetzt.
- Der Rückzug gilt als Rückschlag für die Demokraten, die bei der Wahl im November die Mehrheit im US-Senat gewinnen wollen.
- Auslöser waren Medienberichte über schwere Missbrauchsvorwürfe sowie frühere Kritik an anstößigen Internet-Beiträgen und einer umstrittenen Tätowierung.
Der demokratische Senatskandidat Graham Platner hat am Mittwoch nach einer Reihe von Skandalen seine Kampagne im US-Bundesstaat Maine ausgesetzt.
Der Rückzug des ehemaligen Marineinfanteristen dürfte die Bemühungen der Demokraten erschweren, bei den Wahlen im November die Kontrolle über den Senat zu erlangen. Die Republikaner halten dort derzeit eine Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen. Das Rennen in Maine galt als eine der besten Chancen für die Demokraten, einen Sitz zu gewinnen.
Demokraten drängten ihn zum Rückzug
Zuletzt hatten Medien über schwere Vorwürfe gegen Platner berichtet. Das Magazin Politico und der Sender CNN meldeten, eine Frau werfe ihm vor, sie vor fast fünf Jahren vergewaltigt zu haben.
Die Washington Post berichtete zudem, eine frühere Freundin habe ausgesagt, Platner habe beim Sex wiederholt ohne ihre Zustimmung Kondome entfernt. Platner wies die Vorwürfe entschieden zurück. Führende Demokraten hatten ihn jedoch zum Rückzug aufgefordert und mit dem Entzug von Wahlkampfgeldern gedroht.
Platner war bereits zuvor wegen anstößiger Internet-Beiträge und einer Tätowierung, die einem Nazi-Symbol ähnelte, in die Kritik geraten. Er hatte in der Vergangenheit Fehlverhalten eingeräumt und um Vergebung gebeten. Dies begründete er mit Alkoholmissbrauch und psychischen Problemen nach seinen Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan.
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