Schlappe für Trump: Justiz stoppt ICE-Festnahmen in Gerichten
Zusammenfassung
- Ein US-Bundesrichter hat der Migrationsbehörde ICE landesweit untersagt, Menschen in Einwanderungsgerichten festzunehmen.
- Das Gericht begründete den Beschluss damit, dass der unter Trump eingeleitete Kurswechsel nicht ausreichend erklärt und mögliche negative Folgen nicht berücksichtigt worden seien.
- ICE hatte im vergangenen Jahr begonnen, Migranten auch vor Abschluss ihrer Verfahren in Gerichtsfluren festzunehmen, was Kritiker als Gefahr für rechtsstaatliche Abläufe bewerteten.
Ein Bundesrichter hat der US-Migrationsbehörde ICE untersagt, Menschen in Einwanderungsgerichten festzunehmen. Mit dem landesweit gültigen Beschluss stoppt der Richter einen besonders umstrittenen Bestandteil der aggressiven Abschiebepolitik von Präsident Donald Trump. In dem von dem Richter im Bundesstaat Kalifornien unterzeichneten Gerichtsdokument hieß es zur Begründung, die Einwanderungsbehörde ICE habe zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit einen Kurswechsel eingelegt.
Kritiker warnen vor Auswirkungen
In neu erlassenen Richtlinien werde auf die Vorteile von Festnahmen in Gerichtsgebäuden für die Durchsetzung von Migrationsgesetzen eingegangen, nicht aber auf Sorgen vor etwaigen negativen Effekten. Es sei versäumt worden, "begründete Erklärungen" für die neue Praxis anzuführen, so das Gericht.
ICE-Beamte begannen im vergangenen Jahr damit, landesweit Migranten in den Fluren solcher Gerichte festzunehmen - also auch vor Ausschöpfung des Rechtswegs. Kritiker sahen dadurch den ordnungsgemäßen Ablauf der Verfahren gefährdet und warnten vor traumatischen Auswirkungen auf Betroffene.
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