Erhöht Smog-Gefahr: US-Regierung lässt E15-Benzin im Sommer zu

Analysten zufolge könnte der Schritt den Preis an den Zapfsäulen um wenige Cent pro Liter senken.
California gas prices climb sharply amid global oil supply disruptions

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump lässt im Kampf gegen hohe Spritpreise den Verkauf von Benzin mit einem höheren Ethanol-Anteil im Sommer zu. Die US-Umweltschutzbehörde EPA werde eine Ausnahmeregelung für den Kraftstoff E15 erlassen, teilte die Regierung am Mittwoch in Washington mit. Dieser enthält 15 Prozent Ethanol und ist in den Sommermonaten wegen der Gefahr von Smog-Bildung normalerweise verboten.

Analysten zufolge könnte der Schritt den Preis an den Zapfsäulen um wenige Cent pro Liter senken. Laut Daten des US-Automobilclubs AAA kostet ein Liter Normalbenzin in den USA derzeit durchschnittlich gut 1,05 Dollar und damit über 26 Cent mehr als noch vor einem Monat.

Die Benzinpreise sind seit dem Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran stark gestiegen. Der Konflikt blockiert die Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Durch diese strategisch wichtige Meerenge wird ein Fünftel des weltweiten Angebots an Rohöl und Flüssigerdgas transportiert, was die globalen Ölpreise in die Höhe getrieben hat.

Das Weiße Haus versucht, die wirtschaftlichen und politischen Folgen des Krieges einzudämmen. Die Regierung hat bereits Rohöl aus den nationalen Notfallreserven freigegeben. Zudem wurden die Sanktionen gegen Russland und den Iran gelockert, um mehr Öl dieser Länder für den Weltmarkt verfügbar zu machen.

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