US-Außenminister Mike Pompeo

© APA/AFP/MANDEL NGAN

Politik Ausland
08/06/2020

US-Außenminister Mike Pompeo kommt nächste Woche nach Wien

Geplant ist ein Treffen mit Bundeskanzler Kurz und den Ministern Schallenberg und Blümel.

US-Außenminister Mike Pompeo besucht im Zuge seiner Europa-Reise am Freitag kommender Woche auch Österreich. In Wien wird er unter anderem Bundeskanzler Sebastian Kurz, Außenminister Alexander Schallenberg sowie Finanzminister Gernot Blümel (alle ÖVP) treffen, wie das Außenamt am Donnerstag auf APA-Anfrage bestätigte.

"Vertiefung der strategischen Partnerschaft"

Die Einladung nach Wien "zur Vertiefung der strategischen Partnerschaft" sei bei einem Telefonat Schallenbergs mit seinem Amtskollegen im Juni ausgesprochen worden, teile das Außenministerium mit.

Kurz und Schallenberg hätten Anfang März nach Washington reisen sollen, dort wäre unter anderem ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump auf dem Programm gestanden. Der zweite Besuch des Kanzlers im Weißen Haus wurde aber von Trump aufgrund der Coronasituation verschoben.

Auch Besuch in Tschechien, Polen und Slowenien

Vor seinem Österreich-Besuch trifft Pompeo am Dienstag (11. August) den tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis sowie den tschechischen Außenminister Tomas Petricek in Prag. Im Rahmen der Europa-Reise will Pompeo auch Polen und Slowenien besuchen. Die vier Länder seien "alle große Freunde Amerikas". "Ich erwarte, dass es eine sehr wichtige und produktive Reise sein wird", sagte er auf eine Pressekonferenz in Washington.

US-Truppenumverteilung in Europa

Die geplante Truppenumverteilung der US-Streitkräfte in Europa werde kein Thema der Gespräche sein, ließ Petricek am Donnerstag laut tschechischen Medienberichten wissen. "Die Tschechische Republik ist kein Land, in das amerikanische Soldaten verlegt werden sollen", betonte der Sozialdemokrat. "Unsere Sicherheitszusammenarbeit konzentriert sich auf andere Bereiche." Die USA hatten vor kurzem angekündigt, rund 12.000 ihrer Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Davon sollen knapp 5.600 Soldaten in andere NATO-Staaten verlegt werden, der Rest in die USA zurückkehren.

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