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UNO warnt: Drohnen erhöhen Gefahr für Helfer massiv

Im Vorjahr wurden 907 Personen getötet, verletzt oder entführt. In der Ukraine haben russische Drohnen zudem einen Bus angegriffen.
Drohnenabwehr bei Argus Interception

Im vergangenen Jahr sind laut den Vereinten Nationen (UNO) so viele Mitarbeitende von Hilfsorganisationen angegriffen worden wie noch nie zuvor. Rund 907 Helferinnen und Helfer seien 2025 getötet, verletzt oder entführt worden, teilte die UNO am Mittwoch mit. Im Vorjahr lag diese Zahl bei 833. Die Zahl der Todesopfer sank dabei leicht auf 350 nach einem Rekordhoch von 387 im Jahr 2024. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres nannte das Ausmaß der Gewalt entsetzlich.

Er rief die Staaten dazu auf, das Kriegsrecht zu respektieren und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. „Anderen zu dienen, ist gefährlicher geworden denn je“, sagte Guterres im Vorfeld der geplanten Gedenkfeiern zum Welttag der humanitären Hilfe.

Hohes Risiko durch billige Drohnen

Ein Grund für die zunehmende Gefahr ist laut UNO der verstärkte Einsatz bewaffneter Drohnen. Die Verbreitung billiger und flexibel einsetzbarer Drohnen in Konflikten habe die Risiken erhöht, erklärte der UNO-Nothilfekoordinator Tom Fletcher. So seien im März bei Drohnenangriffen in Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo mindestens drei Menschen getötet worden, darunter ein französischer Helfer. Auch im Sudan und in der Ukraine seien Hilfskonvois wiederholt getroffen worden.

Der mit Abstand gefährlichste Einsatzort für humanitäre Helfer war im vergangenen Jahr der Gazastreifen mit 186 getöteten Mitarbeitern, gefolgt vom Sudan. Das geht aus der von Kanada und Australien finanzierten Datenbank „Aid Worker Security Database“ hervor. 

Das UNO-Palästinenserhilfswerk UNRWA berichtete, dass seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas am 7. Oktober 2023 mindestens 393 eigene Mitarbeitende getötet worden seien. Der frühere UNRWA-Chef Philippe Lazzarini hatte Anfang des Jahres eine hochrangige Untersuchungskommission zu den Todesfällen gefordert. Israel erklärte, man unternehme große Anstrengungen, um zivile Opfer zu vermeiden.

Russischer Drohnen-Angriff auf Bus fordert in Ukraine vier Todesopfer

In der südukrainischen Stadt Cherson ist nach Angaben der dortigen Behörden ein Bus zum Ziel eines russischen Drohnenangriffs geworden. Dabei wurden am Mittwochmorgen vier Menschen getötet, wie Regionalgouverneur Olexandr Prokudin auf Telegram mitteilte. 

Vier weitere Personen seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Prokudin veröffentlichte zudem verschwommene Fotos, die einen gelben Bus mit blutverschmierten Stufen und zerbrochenen Fenstern zeigen.

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