© APA/AFP/SAUL LOEB

Politik Ausland
05/27/2020

UN: US-Staaten nutzen Corona-Krise im Kampf gegen Abtreibung

UN-Menschenrechtsexperten kritisieren Texas, Oklahoma, Alabama, Iowa, Ohio, Arkansas, Louisiana und Tennessee.

Einige US-Staaten nutzen die Covid-19-Krise offenbar aus, um den Zugang zu Abtreibungen zu verwehren. Mit Notverordnungen unter Verweis auf die Coronavirus-Pandemie hätten sie Eingriffe, die medizinisch nicht notwendig sind, ausgesetzt und damit den Zugang zu Abtreibungen beschränkt, schreibt die Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats zur Diskriminierung von Frauen und Mädchen am Mittwoch.

Sie nennt Texas, Oklahoma, Alabama, Iowa, Ohio, Arkansas, Louisiana und Tennessee. "Wir bedauern, dass diese Staaten, die eine lange Geschichte restriktiver Praktiken gegen Abtreibungen haben, die Krise anscheinend manipulieren, um die Rechte von Frauen hinsichtlich ihrer sexuellen und famili√§ren Selbstbestimmung stark einzuschr√§nken", teilte die stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Elizabeth Broderick, mit. "Die Situation ist das j√ľngste Beispiel, das ein Muster von Restriktionen und R√ľckschritten beim Zugang zu legalen Schwangerschaftsunterbrechungen im ganzen Land illustriert."

Wenn Frauen den Eingriff w√§hrend der Pandemie aufschieben m√ľssten, sei es f√ľr viele von ihnen anschlie√üend zu sp√§t f√ľr eine Abtreibung, so die Arbeitsgruppe. "Zugang zu Abtreibungen geh√∂rt zur notwendigen Gesundheitsversorgung und muss auch w√§hrend der Covid-19-Krise erhalten bleiben." Covid-19 ist die Krankheit, die durch das neue Coronavirus Sars-CoV-2 ausgel√∂st werden kann.

Jederzeit und √ľberall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare