Tote Zivilisten bei russischem Raketenangriff in Slowjansk

Tote Zivilisten bei russischem Raketenangriff in Slowjansk
Sieben russische S-300-Raketen abgefeuert - mindestens neun Menschen starben.

In Slowjansk im Osten der Ukraine sind nach Angaben des regionalen Gouverneurs Pawlo Kyrylenko bei Raketenangriffen mindestens neun Menschen getötet und 21 Personen verletzt worden. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden dabei mehrere Dutzend mehrstöckige Gebäude und einzelne Häuser beschädigt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij erklärte: "Der teuflische Staat demonstriert einmal mehr sein Wesen."

"Er tötet einfach Menschen am helllichten Tag"

Selenskij sprach nach dem Tod der Zivilisten den Angehörigen sein Beileid aus und schrieb in einem Beitrag, der von Aufnahmen eines beschädigten Gebäudes begleitet wurde: "Er tötet einfach Menschen am helllichten Tag. Ruinieren, zerstören alles Leben." In seiner nächtlichen Videoansprache sagte Selenskyj, dass im Vorfeld der orthodoxen Ostergottesdienste an diesem Wochenende keine einzige Stunde "ohne russische Morde und Terror" vergangen sei. "Dies ist ein böser Staat", wiederholte der Präsident, "und er wird der Verlierer sein. Der Sieg ist unsere Pflicht angesichts dieser Art von Menschlichkeit".

Tote Zivilisten bei russischem Raketenangriff in Slowjansk

Sieben russische S-300-Raketen abgefeuert

Gouverneur Kyrylenko sagte im staatlichen Fernsehen, dass sieben russische S-300-Raketen abgefeuert worden seien. Eine S-300-Rakete habe fünf Apartmentblocks und fünf Privathäuser beschädigt. Es werde nach sieben Menschen in den Trümmern gesucht. Slowjansk liegt im ukrainisch kontrollierten Teil der Region Donezk rund 45 Kilometer nordwestlich der seit Monaten heftig umstrittenen Stadt Bachmut. Laut russischen Militärangaben rückten Soldaten der Söldnertruppe Wagner am Freitag weiter in die Stadt vor. Kiew schickte indes Verstärkung nach Bachmut.

Die Region Donezk gehört zu den vier ukrainischen Gebieten, deren Annexion Putin im September vermeldet hatte, obwohl Moskau die Gebiete nur teilweise unter Kontrolle hat. Die russischen Angriffe dort richteten sich seit dem Beginn der Invasion in der Ukraine im Februar des Vorjahrs auch gegen die zivile Infrastruktur. Es kam auch zu zivilen Opfern.

Tote Zivilisten bei russischem Raketenangriff in Slowjansk

Der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal gab unterdessen nach einer Woche mit Gesprächen in Washington weitere Hilfszusagen im Volumen von fünf Milliarden Dollar bekannt. Er sprach am Rande der Frühlingstreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank mit Vertretern dieser beiden Institutionen wie auch der Europäischen Investitionsbank und führenden US-Vertretern. "Die internationalen Partner haben uns ihre langfristige Unterstützung zugesichert", sagte Schmyhal.

Dänemark überlässt der Ukraine Artillerie-Waffen überlässt. In den kommenden Wochen würden 19 in Frankreich hergestellte "Caesar"-Haubitzen geliefert, teilte das Verteidigungsministerium in Kopenhagen mit. Die Ukraine hatte Dänemark um die Kanonen gebeten, teilte das Verteidigungsministerium in Kopenhagen mit. Die Ukraine hatte Dänemark um die Kanonen gebeten.

Kommentare