Ukraine-Hilfe: Trumps Grönland-Politik führt zu Finanzverzögerungen

Zwei beleuchtete Notfallzelte stehen abends vor einem Wohnblock, eine Person geht im Vordergrund vorbei.
Die geplante Ankündigung eines 800 Milliarden Dollar schweren Wohlstandsplans ist verschoben worden.

Zusammenfassung

  • Streit über US-Grönland-Politik und Widerstand gegen Trumps Friedensrat verzögern milliardenschweres Ukraine-Hilfspaket.
  • Die geplante Ankündigung eines 800-Milliarden-Dollar-Wohlstandsplans beim Weltwirtschaftsforum in Davos wurde verschoben.
  • Verhandlungen wurden durch Spannungen gestört, eine Unterzeichnung des Plans ist aber zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Der Streit über die Grönland-Politik von US-Präsident Donald Trump und Widerstand gegen dessen Pläne für einen globalen Friedensrat verzögern einem Medienbericht zufolge ein milliardenschweres Hilfspaket für die Ukraine. Die geplante Ankündigung eines 800 Milliarden Dollar schweren Wohlstandsplans zum Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Erholung auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sei verschoben worden, berichtete die Zeitung Financial Times unter Berufung auf Insider.

Europäischer Widerstand gegen Trump

Der Plan sollte eigentlich diese Woche bei dem Treffen in der Schweiz zwischen der Ukraine, Europa und den USA vereinbart werden. Grund für die Verzögerung sei der europäische Widerstand gegen Trumps Bestrebungen, Grönland zu erwerben, sowie gegen seine Pläne für einen globalen Friedensrat. Dieser Streit habe den früheren Fokus auf die Ukraine bei dem Treffen in Davos überschattet.

Verhandlungen des Wohlstandsplans gestört

Die Spannungen wegen Grönland hätten die Verhandlungen über den Text des Wohlstandsplans in dieser Woche gestört, hieß es in dem Bericht weiter. Demzufolge entsandten die USA zu einem wichtigen Treffen am Montagabend keinen Vertreter. Der Plan werde jedoch nicht auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt und könne zu einem späteren Zeitpunkt unterzeichnet werden. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij hatte am Dienstag gesagt, er werde nur dann nach Davos reisen, wenn dort Dokumente über Sicherheitsgarantien mit den USA und ein Wohlstandsplan zur Unterzeichnung bereitlägen. Eine Stellungnahme des US-Präsidialamtes lag nicht vor.

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