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Ukrainische Eigenbau-Raketen trafen russisches Rüstungswerk

Präsident Selenskij bestätigte einen nächtlichen Angriff auf eine Fabrik in der Region Wolgograd, in der Artilleriesysteme und Raketenwerfer-Bauteile produziert werden.
UKRAINE-RUSSIA-CONFLICT-MISSILE-FLAMINGO

Zusammenfassung

  • Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Selenskij mit eigenproduzierten Flamingo-Raketen das Rüstungswerk Titan-Barrikady in der russischen Region Wolgograd getroffen und dort ein Feuer ausgelöst.
  • Der Gouverneur von Wolgograd bestätigte Schäden an Produktionsanlagen und mindestens zehn Verletzte, Wohngebäude seien laut seinen Angaben nicht betroffen gewesen.
  • Die Flamingo-Marschflugkörper sollen laut Medien eine Reichweite von 3.000 Kilometern haben, während russische Drohnenangriffe in der Ukraine zuletzt drei Tote und mehrere Verletzte forderten.

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskij ein Rüstungswerk in der russischen Region Wolgograd mit Flamingo-Raketen aus eigener Produktion getroffen

Der nächtliche Angriff habe ein Feuer auf dem Gelände der Fabrik Titan-Barrikady ausgelöst, teilte Selenskij am Samstag auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In dem Werk werden Artilleriesysteme und Bauteile für Raketenwerfer hergestellt.

Mindestens zehn Menschen verletzt

Der Gouverneur der Region Wolgograd, Andrej Botscharow, bestätigte Schäden an den „Produktionsanlagen eines Unternehmens“, machte aber keine genaueren Angaben dazu, was dort produziert wird. Seinen Angaben nach wurden mindestens zehn Menschen verletzt. 

Er schrieb von angreifenden „Flugobjekten mit Hochgeschwindigkeit“ - damit dürften Marschflugkörper gemeint sein. Mehrere lokale Brände seien gelöscht worden, schrieb Botscharow weiter. Wohngebäude waren demnach nicht betroffen.

Marschflugkörper mit 3.000 Kilometern Reichweite

Der Marschflugkörper war im vergangenen Sommer erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Medienberichten zufolge sollen die Flamingo-Raketen eine Reichweite von 3.000 Kilometern haben. Bisherige Einsätze zeigten sich aber nicht immer als treffsicher. 

Selenskij dankte der ukrainischen Armee nach dem Schlag gegen die Rüstungsfabrik in Wolgograd für die „Präzision“ und bezeichnete die Raketenschläge aufs russische Hinterland als „Sanktionen mit großer Reichweite“. Der Umkreis dieser „Sanktionen“ vergrößere sich ständig, so Selenskij nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform.

Zuvor hatten russische Drohnenangriffe in den ukrainischen Regionen Dnipropetrowsk und Sumy drei Todesopfer gefordert. In der Stadt Nikopol wurden beim Angriff auf einen Kleinbus zwei Menschen getötet und zwölf verletzt, teilt der zuständige Gouverneur mit. In der Grenzregion Sumy starb ein Mann durch einen weiteren Drohnenangriff. Zudem wurden in der südöstlichen Region Saporischschja zwei Menschen bei russischen Angriffen verletzt.

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