In mehrere südöstlichen Provinzen nahm die Polizei Oppositionspolitiker fest.

© APA/AFP/ADEM ALTAN

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10/12/2016

Türkei: 49 pro-kurdische Politiker festgenommen

Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnet die im Parlament vertretene, prokurdische HDP als verlängerten Arm der PKK. Diese wies den Vorwurf entschieden zurück.

Die türkische Polizei ist erneut gegen Politiker der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP im Südosten des Landes vorgegangen. Bei Razzien am Mittwoch seien in den Provinzen Van und Hakkari 49 Politiker festgenommen worden, erklärte der Sprecher des kommunalen Ablegers der Partei (DBP), Merdan Berk. Die meisten seien Provinz- oder Bezirksvorsitzende.

Mitgliedschaft bei PKK vorgeworfen

Ihnen werde die Mitgliedschaft in der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vorgeworfen. Bereits am Dienstag hatte die Polizei mehr als 30 pro-kurdische Politiker im Südosten des Landes festgenommen. Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnet die im Parlament vertretene HDP als verlängerten Arm der PKK. Die HDP weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Im September hatte die türkische Regierung zahlreiche von der DBP geführte Gebietsverwaltungen im Südosten per Notstandsverordnung entmachtet. Gewählte Bürgermeister wurden ihrer Ämter enthoben und durch regierungsnahe Verwalter ersetzt. Das Innenministerium warf den Bürgermeistern Verbindungen zur PKK vor.

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