Trump wettert gegen US-Geheimdienste: "So viele dumme Menschen"

Trump wettert gegen US-Geheimdienste: "So viele dumme Menschen"
Er habe in seiner Regierungszeit bereits eine Vielzahl an sehr dummen Menschen getroffen, twitterte Trump - eine Aufzählung folgte.

Dass US-Präsident Donald Trump auf dem Kurznachrichtendienst Twitter gerne austeilt - keine Neuigkeit. Am Dienstag attackierte Trump jedoch Vertreter der eigenen Nachrichten- und Geheimdienste öffentlich in einer Art und Weise, wie man es von seinen Vorgängern nicht einmal ansatzweise erwartet hätte.

"John Bolton, einer der dümmsten Menschen die ich in meiner Regierungszeit getroffen habe und trauriger Weise habe ich eine Menge davon getroffen, behauptet oft, dass ich Wladimir Putin mehr vertraue, als unseren eigenen Geheimdiensten", begann Trump. Nun, ein Seitenhieb gegen Bolton ist aktuell verständlich, zieht der ehemalige US-Sicherheitsbeauftragte in seinem kürzlich erschienenen Bestseller doch ein vernichtendes Fazit über Trumps politische und kommunikative Fähigkeiten.

Doch Trump fährt fort: "Das ist natürlich nicht wahr, aber wenn die ersten Menschen der sogenannten 'American Intelligence', die du triffst, korrupte Polizisten sind, die sich mittlerweile als Widerlinge des höchsten Levels wie James Comey, überführte Lügner wie James Clapper & wahrscheinlich am untersten Ende von allen, der Spinner John Brennan (Ex-Direktor der CIA, Anm.), entlarvt haben, versteht ihr vielleicht, dass ich nicht begeistert bin."

Trumps Feinde

James Comey war bis 2017 Direktor des FBI. Comey hatte die Russland-Verbindungen von Trumps Team während des US-Wahlkampfes 2016 untersucht. Es kam zu diversen Unstimmigkeiten, Trump nannte Comey einen "Spinner" und entließ ihn fristlos.

James Clapper, ehemals Nationaler Geheimdienstdirektor kündigte selbst, bevor Trump die Initiative ergreifen konnte. Er meinte etwa, dass alle bisherigen US-Affären gegenüber der Russland-Affäre verblassen würde und sprach von einem "Anschlag auf unsere Institutionen".

John Brennan war bis zu Trumps Amtsantritt CIA-Direktor. Er lebt seitdem seine Feindschaft mit dem US-Präsidenten öffentlich aus, attackierte ihn mehrmals auf Twitter und meinte: "Es sollte jedermann klar sein, dass Russland sich schamlos in die Wahl 2016 eingemischt hat."

Es macht den Eindruck, als hätte es Trump bewerkstelligt, mit den Führungspersonen sämtlicher Geheim- und Nachrichtendienste nachhaltige Feindschaften zu schließen, die das Potential haben, auch nach seiner Amtszeit fortzubestehen.

Kommentare