Panne: Trumps Air Force One musste auf dem Weg nach Davos umkehren
Zusammenfassung
- Trumps Ankunft beim WEF in Davos verzögert sich wegen einer Panne an Bord der Air Force One.
- Der US-Präsident reist mit der größten US-Delegation an und sorgt mit seinen Grönland-Plänen und geopolitischen Themen für Spannung.
- Europäische Spitzenpolitiker reagieren zurückhaltend auf Trumps Vorhaben, während weitere Treffen und Reden in Davos geplant sind.
US-Präsident Donald Trump betritt am Mittwoch die große Bühne des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. Auf die Rede des US-Präsidenten blickt angesichts seiner Annexionsideen für Grönland, Zollankündigungen gegen Verbündete und Pläne für einen umstrittenen "Friedensrat" wohl die ganze Welt. Trumps Ankunft in Davos verzögert sich allerdings, denn sein Flugzeug musste auf dem Weg zum WEF wegen eines "kleinen elektrischen Problems" umkehren. Ursprünglich war seine Rede für 14.30 Uhr anberaumt. "Ich gehe davon aus, dass Präsident Trump etwa drei Stunden zu spät kommen wird“, sagte US-Finanzminister Scott Bessent.
Kurz nach dem Start am späten Abend (Ortszeit) habe die Besatzung an Bord der Air Force One das Problem festgestellt, teilte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt mitreisenden Journalisten mit. Aus Vorsicht kehre man daher um, lande auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews nahe der US-Hauptstadt Washington und steige in ein anderes Flugzeug um, hieß es.
Größte US-Delegation aller Zeiten
Trump reist mit der größten US-Delegation an, die das WEF je gesehen hat. Zur Zentrale haben die Amerikaner eine Kirche erkoren. Durch seinen Auftritt steht das Treffen der Topmanager und Spitzenpolitiker in den Schweizer Bergen dieses Jahr ganz im Zeichen der Geopolitik. Das Motto lautet "Im Geiste des Dialogs". Und so hoffen die Europäer darauf, Trump im verwinkelten Kongresszentrum auch persönlich zur Rede stellen zu können.
Am Dienstag hatten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bereits die Chance, den Ton vorzugeben: Sie verurteilten Trumps Vorgehen mit Blick auf Grönland zwar, blieben aber vergleichsweise verhalten. Am Donnerstag kann der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner Rede auf der gleichen Bühne auf den US-Präsidenten antworten.
Trump vor Start zuversichtlich für Lösung
Einige Stunden vor seinem Start hatte sich Trump zuversichtlich, dass man eine Lösung finden werde, mit der die NATO und die USA "sehr glücklich" sein werden. Gleichzeitig bekräftigte Trump seine bekannte Position, dass die USA Grönland aus Sicherheitsgründen bräuchten. Auf die Frage, wie weit er gehen würde, um die Insel in den Besitz der USA zu bringen, sagte Trump: "Das werden Sie sehen." Angesprochen darauf, dass die Grönländer nicht zu den USA gehören wollten, sagte Trump nun, wenn er mit ihnen spreche, würden sie sicher begeistert sein.
Auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) ist in Davos. Am Mittwoch ist unter anderem ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij geplant, allerdings ist noch unsicher, ob Selenskij nach Davos kommt. Laut Kiew hängt eine Teilnahme davon ab, ob es zu einem "substanziellen Treffen" des ukrainischen Präsidenten mit Trump kommt. Schwerpunkt von Stockers wirtschaftspolitischen Arbeitstreffen ist die Umsetzung der neu beschlossenen österreichischen Industriestrategie.
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