Land "am Ende": USA lassen russischen Öltanker nach Kuba
Zusammenfassung
- Die USA lassen trotz Ölblockade einen russischen Öltanker nach Kuba passieren, wie Präsident Trump bestätigte.
- Kuba erhält erstmals seit drei Monaten wieder Öl, nachdem das Land unter einer schweren Energiekrise und Rationierungen litt.
- Die US-Regierung lockerte vorübergehend Sanktionen gegen Russland, um die weltweite Ölversorgung angesichts der Lage im Nahen Osten zu stabilisieren.
Trotz bestehender Ölblockade lassen die USA nach Angaben von Präsident Donald Trump einen russischen Öltanker Kuba anlaufen.
"Wenn ein Land gerade jetzt etwas Öl nach Kuba schicken will, dann habe ich kein Problem, ob es nun Russland ist oder nicht", sagte Trump Reportern an Bord der Air Force One. Eine Schiffsladung Öl mache ohnehin keinen Unterschied, sagte Trump US-Medien zufolge weiter. "Kuba ist am Ende."
Drei Monate keine Lieferungen mehr
LSEG-Daten zur Schiffsverfolgung zufolge ist der mit US-Sanktionen belegte Tanker "Anatoly Kolodkin" auf dem Weg nach Kuba. Das Schiff war im russischen Hafen Primorsk ausgelaufen. Während die LSEG-Daten die Ladung auf etwa 650.000 Barrel Rohöl beziffern, sprach die Zeitung von 730.000 Barrel.
Die Lieferung dürfte die angespannte Lage in Kuba deutlich lindern. Dem kubanischen Präsidenten Miguel Diaz-Canel zufolge hat das Land seit drei Monaten keine Ölimporte mehr erhalten. Dies führte zu einer strikten Rationierung von Benzin und verschärfte eine Energiekrise, die landesweit mehrfach Stromausfälle zur Folge hatte.
Die Regierung in Washington hatte Öllieferungen nach Kuba faktisch blockiert, um den Druck auf die Führung in Havanna zu erhöhen. Zugleich haben die USA ihre Sanktionen gegen Russland vorübergehend aufgehoben. Damit soll die weltweite Ölversorgung verbessert werden, die durch Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran eingeschränkt wurde.
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