USA–Iran: Trump spricht von "sehr guten Gesprächen"
Zusammenfassung
- Trump sieht nach ersten indirekten Gesprächen Chancen für ein Abkommen mit dem Iran und kündigt weitere Verhandlungsrunden an.
- Beide Seiten bewerten das Gesprächsklima als positiv, wobei die USA auf die Begrenzung des iranischen Atomprogramms pochen.
- Die Gespräche finden vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen und nach jüngsten Protesten im Iran statt.
Nach einer ersten indirekten Verhandlungsrunde sieht US-Präsident Donald Trump Möglichkeiten für eine Verständigung mit dem Erzfeind Iran.
"Wir hatten ebenfalls sehr gute Gespräche über den Iran, der Iran scheint sehr daran interessiert zu sein, ein Abkommen zu schließen", sagte Trump am Freitag gegenüber Reportern auf dem Flug zu seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida. Die nächste Gesprächsrunde werde "Anfang der kommenden Woche" stattfinden.
Der Iran wolle einen Deal mit den USA, so Trump. Er bekräftigte die rote Linie der USA, wonach der Iran keine Atomwaffen erlangen dürfe. Nachdem er in den vergangenen Wochen vor allem Drohungen in Richtung Teheran ausgestoßen hatte, zeigte er sich nun konziliant und betonte, dass es "reichlich Zeit" für die Verhandlungen über einen Deal gebe.
Auch Iran hatte Gespräche am Freitag positiv bilanziert
Zuvor hatte bereits der iranische Außenminister Abbas Araqchi das Klima bei den Verhandlungen in der omanischen Hauptstadt Maskat als "sehr positiv" bezeichnet. Laut Araqchi konzentrierten sich die Gespräche ausschließlich auf die Atomfrage. Die USA hatten zuvor darauf gedrängt, dass auch die Unterstützung Teherans für Milizen im Nahen und Mittleren Osten und sein ballistisches Raketenprogramm auf die Tagesordnung gesetzt werden müssten. Bei den Treffen hatten die Delegationen der verfeindeten Staaten nicht direkt miteinander konferiert, sondern über Vermittler des Oman.
Die indirekten Gespräche wurden vor dem Hintergrund einer drohenden Eskalation zwischen dem Iran und den USA geführt. Sie fanden etwa einen Monat nach der gewaltsamen Niederschlagung der jüngsten Protestwelle im Iran mit tausenden getöteten Demonstranten statt.
Seitdem hatte US-Präsident Donald Trump den Druck auf Teheran massiv erhöht. Er drohte mit einer Militärintervention und schickte unter anderem den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" in den Persischen Golf.
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