Atomprogramm: Verhandlungen zwischen Iran und USA haben begonnen
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi
Im Oman haben inmitten erhöhter Spannungen Verhandlungen zu mehreren Themen zwischen dem Iran und den USA begonnen. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur SNN Freitagvormittag. Die Beratungen finden in Maskat zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, statt. Die Positionen der beiden Staaten etwa zu Irans Atom- und Raketenprogramm liegen weit auseinander.
Iran will nur Atomprogramm verhandeln
Es sind die USA, die vor allem über das Atomprogramm des Iran, seine ballistischen Raketen und die Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Nahost-Region sprechen wollen. Dazu gehört die militante Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen, die Hisbollah im Libanon und die Houthi im Jemen. Der Iran hatte mehrfach erklärt, er werde nur über sein Atomprogramm und eine Lockerung der Sanktionen verhandeln. Das Programm für ballistische Raketen sei eine rote Linie, die nicht überschritten werden dürfe.
Überlagert wird das Treffen von Trumps Drohung mit einem Militärschlag gegen den Iran. In die Region haben die USA bereits etliche Kriegsschiffe entsandt. In die Verhandlungen spielen auch die jüngsten Massenproteste gegen das Regime im Iran, ausgelöst durch die Wirtschaftsmisere, hinein, die blutig niedergeschlagen wurden.
"Vollständig und total ausgelöscht"
Erst im Juni 2025 hatte Israel mit Unterstützung der USA Atomanlagen im Iran angegriffen. Der massive Beschuss endete nach zwölf Tagen mit einer Waffenruhe. Nach iranischen Angaben wurde die wichtigste Atomanlage Fordo schwer beschädigt. Trump erklärte seinerzeit, die US-Angriffe hätten das iranische Atomprogramm "vollständig und total ausgelöscht".
In Trumps erster Präsidentschaft waren die USA 2018 einseitig aus dem historischen, 2015 in Wien geschlossenen Atomabkommen ausgestiegen, das den Iran am Bau von Atomwaffen hindern sollte. Aufgehobene Sanktionen wurden wieder in Kraft gesetzt. Der Iran sah sich darauf nicht mehr an Auflagen gebunden und steigerte seine Urananreicherung.
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