Politik | Ausland
02.11.2018

Syrische Truppen beschießen Pufferzone: Mehrere Tote

Es war der schwerste Angriff, seit Russland und die Türkei die Zone im September vereinbart hatten.

Syrische Regierungstruppen haben einen Ort in der Pufferzone rund um die Rebellenhochburg Idlib beschossen und dabei mindestens acht Menschen getötet.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte war es der schwerste Angriff auf die eingerichtete Pufferzone, seit Russland und die Türkei die Zone im September vereinbart hatten. Mehr als 30 Personen sollen nach Angaben des oppositionellen Zivilschutzes in der kleinen Ortschaft Jirjinas verletzt worden sein.

Drei Millionen Menschen

Die Provinz Idlib ist die letzte große Rebellenhochburg in Syrien. Etwa drei Millionen Menschen sollen nach Schätzungen in der Provinz leben. Russland als Verbündeter der syrischen Regierung und die Türkei als Unterstützer der Rebellen hatten sich auf eine bis zu 20 Kilometer breite entmilitarisierte Pufferzone für Idlib geeinigt, um eine Offensive der Regierung zu verhindern. Teil der Abmachung war, dass islamistische Gruppen und schwere Waffen aus der Pufferzone abgezogen werden. Eine Frist ließen die islamistischen Rebellen aber verstreichen.

Vereinzelt kam es daher in den vergangenen Tagen zu kleineren Gefechten. Flächendeckende Kämpfe um die Provinz blieben aber wie geplant zunächst aus.