Südkorea: Ehemalige First Lady Kim Keon-hee wegen Korruption verurteilt
Südkoreas ehemalige First Lady Kim Keon-hee ist wegen Bestechung zu einer Gefängnisstrafe von 20 Monaten verurteilt worden. Das zentrale Bezirksgericht Seoul sah es als erwiesen an, dass die Ehefrau von Ex-Präsident Yoon Suk-yeol mehrere Luxusgeschenke angenommen und ihre Position zur persönlichen Bereicherung missbraucht hat. Von einem weiteren Vorwurf der Aktienmanipulation wurde die 53-Jährige freigesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Strafe von 15 Jahren Gefängnis gefordert. Kim war seit August in Untersuchungshaft. Ihr Ehemann, Südkoreas 2025 abgesetzter Präsident Yoon Suk-yeol, sitzt ebenfalls im Gefängnis. Wegen Behinderung der Justiz wurde er Mitte Jänner zu fünf Jahren Haft verurteilt. In einem separaten Prozess hat die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Aufruhrs die Todesstrafe für Yoon gefordert. Ein Urteilsspruch dazu ist für den 19. Februar angesetzt. Auch wenn in Südkorea weiterhin die Todesstrafe verhängt wird, wurde diese seit fast 30 Jahren nicht mehr vollstreckt.
Kriegsrecht ausgerufen
Anfang Dezember 2024 hatte der konservative Politiker im Zuge eines Budgetstreits mit der Opposition überraschend das Kriegsrecht ausgerufen und sein Land in eine tiefe Staatskrise gestürzt. Seit Sommer vergangenen Jahres wird Südkorea vom links-zentristischen Lee Jae-myung regiert.
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