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Politik Ausland

Rassismus ist in England laut Studie systemisch

Thinktank: Gesetze, institutionelle Praktiken und gesellschaftliche Gepflogenheiten schaden Minderheiten.

07/14/2021, 10:10 AM

Rassismus ist in England einer neuen Studie zufolge ein systemisches Problem. Diskriminierung wirke sich auch auf die Rechte aus, die Schwarze im grĂ¶ĂŸten britischen Landesteil genießen, teilte die Denkfabrik Runnymede Trust am Mittwoch mit. "Gesetze, institutionelle Praktiken und gesellschaftliche Gepflogenheiten schaden weiterhin den BME-Gruppen." Als BME (Black and minority ethnic) werden in Großbritannien Schwarze und Angehörige anderer ethnischer Minderheiten bezeichnet.

"Infolgedessen ist es in England wahrscheinlicher, dass BME hÀufiger in Armut leben, schlecht bezahlter prekÀrer Arbeit nachgehen und an Covid-19 sterben."

Seit dem Finale der Fußball-Europameisterschaft tobt in England eine Debatte ĂŒber Rassismus. Nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Italien wurden die drei FehlschĂŒtzen Marcus Rashford, Jadon Sancho und Bukayo Saka im Internet rassistisch beleidigt. Einige Vertreter aus Opposition und Gesellschaft, aber auch Nationalspieler Tyrone Mings gaben der Regierung von Premierminister Boris Johnson eine Mitschuld. Die Regierung wies dies zurĂŒck und verurteilte die Angriffe scharf.

Ungleichheiten bestĂŒnden in allen möglichen Bereichen wie Gesundheit, Wohnen, Strafjustiz, Bildung, BeschĂ€ftigung, Einwanderung und politischer Teilhabe, so die Denkfabrik weiter. Der Runnymede Trust betonte, Großbritannien verstoße gegen seine Menschenrechtsverpflichtungen aus einem wichtigen UN-Vertrag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung.

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