Politik | Ausland
06.09.2018

Seehofer nennt Migration "Mutter aller Probleme"

Deutscher Innenminister soll Verständnis für Demonstranten in Sachsen gezeigt haben.

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat Medienberichten zufolge die Migration als "Mutter aller Probleme" bezeichnet. Zudem soll er am Rande der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im brandenburgischen Neuhardenberg Verständnis für die Demonstranten in Sachsen gezeigt haben. Wie die konservative "Welt" in der Nacht zum Donnerstag unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtete, sagte Seehofer bei dieser Gelegenheit, er habe Verständnis, wenn sich Leute empörten, das mache sie noch lange nicht zu Nazis.

Mit Blick auf die Vorfälle in Chemnitz sagte Seehofer einem Bericht der "Bild"-Zeitung vom Mittwochabend zufolge intern: "An erster Stelle steht ein brutales Verbrechen". Da würden Debatten geführt, in denen das ursprüngliche Verbrechen gar keine Rolle mehr spiele, so der Minister demnach. Wie "Welt" und "Bild" übereinstimmend berichteten, sagte Seehofer, die Migration sei die "Mutter aller Probleme".

Nach der Tötung eines 35-Jährigen Deutsch-Kubaners in Chemnitz hatte es dort in den vergangenen Tagen mehrfach Kundgebungen und Aufmärsche rechter, rechtsextremer und neonazistischer Gruppen gegeben. Es kam dabei auch zu Angriffen auf Ausländer und Journalisten. Zwei mutmaßlich aus Syrien und dem Irak stammende Männer sitzen wegen des Tötungsdelikts in Untersuchungshaft. Nach einem dritten Tatverdächtigen wird seit Dienstag gefahndet.