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Russland bereitet Verlängerung von Diesel-Exportverbot vor

Angesichts anhaltender ukrainischer Angriffe auf Ölanlagen.
FILE PHOTO: Thick plumes of smoke with flames rise from an oil refinery following a Ukrainian drone attack in Moscow

Russland bereitet Insidern zufolge angesichts der anhaltenden ukrainischen Angriffe auf Ölanlagen eine Verlängerung seines Exportverbots für Diesel um einen Monat vor. Die Beschränkung könnte jedoch Mitte August aufgehoben werden, falls sich die Versorgungslage im Inland verbessere, teilten zwei mit den Beratungen vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters mit. Das Energieministerium äußerte sich zunächst nicht dazu.

Die Regierung in Moskau hatte das Verbot am 8. Juli zunächst bis zum 31. Juli in Kraft gesetzt. Hintergrund sind Treibstoffengpässe infolge der ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und andere Öl-Infrastruktur. Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak hatte erklärt, dass die Beschränkungen für Benzin-Exporte bis zum Jahresende verlängert würden, während das Diesel-Exportverbot aufgehoben werde, sobald sich der heimische Markt erhole. Auch der Kerosin-Export ist eingeschränkt.

Russland ist nach den USA der weltweit zweitgrößte Exporteur von Diesel. Durch den Exportstopp müssen nun bisherige Abnehmer wie Brasilien und die Türkei verstärkt mit europäischen Importeuren um US-Lieferungen konkurrieren. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur in den vergangenen Wochen verstärkt, um eine wichtige Geldquelle der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres seit fast viereinhalb Jahren andauernden Angriffskrieges auszutrocknen. Dies führte in Russland zu Treibstoffengpässen, langen Schlangen an den Tankstellen und zu steigenden Preisen. Um die Nachfrage zu decken, sah sich das ölreiche Russland gezwungen, Treibstoff aus Indien und Kasachstan zu importieren.

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