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Politik Ausland

Roskosmos-Chef: Russland steigt nach 2024 aus Raumstation ISS aus

Nach dem Jahr 2024 wird es keine Kosmonauten mehr auf der Internationalen Raumstation geben, die Kooperation wird von russischer Seite eingestellt.

07/26/2022, 12:10 PM

Russland will nach 2024 aus der Internationalen Raumstation ISS aussteigen. Das sagte der neue Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Juri Borissow, am Dienstag bei einem Treffen mit dem russischen PrĂ€sidenten Waldimir Putin. "NatĂŒrlich werden wir alle unsere Verpflichtungen gegenĂŒber unseren Partnern erfĂŒllen, aber die Entscheidung ĂŒber den Ausstieg aus dieser Station nach 2024 ist gefallen", sagte Borissow.

Er wurde von Putin zuvor als Nachfolger von Dmitri Rogosin eingesetzt. Rogosin hatte die Zusammenarbeit mit den USA auch angesichts politischer Spannungen zwischen Moskau und Washington im Zuge des Krieges in der Ukraine zuletzt immer wieder in Frage gestellt. Borissow sagte, dass bis zum Ausstieg mit dem Bau einer russischen Raumfahrtstation begonnen werden solle. Die ISS war zuletzt in die Jahre gekommen und hatte immer wieder wegen Pannen fĂŒr Aufsehen gesorgt.

Rogosin hatte zuvor nicht ausgeschlossen, das russische Modul von der ISS abzukoppeln und eigenstÀndig weiter zu betreiben. Dabei deutete er auch eine mögliche Nutzung der Station zur militÀrischen Erdbeobachtung an. Nach dem von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine haben westliche LÀnder auch Sanktionen gegen die russische Raumfahrtindustrie verhÀngt.

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