Rekordzahlen wegen Omikron: US-Schulen verschieben Ferienende

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Angesichts von 400.000 täglichen Neuinfektionen im Land müssen Millionen Schüler länger zuhause bleiben. Das soll Corona-Tests ermöglichen.

Eigentlich sollten die Weihnachtsferien in den USA heute, Montag, enden. Angesichts der enormen Omikron-Welle, die das Land erfasst hat, haben zahlreiche Schulen ihre Pläne allerdings in kürzester Zeit geändert. Wie Reuters berichtete, wurde der Unterrichtsstart vielerorts um einige Tage verschoben, damit Schüler und Lehrer getestet werden können. Zudem bereiten sich Schulen auf ein mögliches Distance Learning vor. 

Hintergrund sind die Rekord-Zahlen bei Corona-Neuinfektionen in den USA. Die hohe Infektiosität der Omikron-Variante hat zuletzt zu rund 400.000 Ansteckungen pro Tag geführt. Und diese Zahlen werden laut Experten nach den Familientreffen und Feierlichkeiten rund um Weihnachten und Neujahr noch weiter steigen.

Der US-Epidemiologe Anthony Fauci warnt angesichts der schieren Zahl an Neuinfektionen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems – selbst wenn Omikron tatsächlich bei den meisten Infizierten zu milderen Verläufen führen sollte.

In gut drei Wochen sei die Zahl der Hospitalisierungen um 50 Prozent gestiegen, so Fauci. In den Bundesstaaten Delaware, Maryland, Ohio und Washington, D.C., gebe es mehr Menschen in Spitalsbehandlung denn je zuvor in der Pandemie.

"Holpriger Start"

In Washington, D.C., sollen die Ferien nun erst am Mittwoch enden; dann müssen die 51.000 Schüler in öffentlichen Schulen sowie das Personal einen höchstens einen Tag alten, negativen Corona-Test auf die Website der Stadtverwaltung hochladen. Testkits können in den Schulen abgeholt werden.

Ähnliche Bemühungen gibt es in Kalifornien, das versprochen hat, alle 6 Millionen Schüler in staatlichen Einrichtungen mit Gratis-Tests zu versorgen. "Es wird ein holpriger Start", zitiert Reuters Michelle Smith McDonald von der zuständigen Behörde in Alameda County.

Zwar sollen die Schulen so lange wie möglich offen gehalten werden, lokale Sperren sind laut McDonald aber zu erwarten. Sei es wegen hoher Fallzahlen oder weil zu viele Lehrer in Quarantäne müssten.

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