Vor Putin-Treffen: Nur noch "ein einziges Problem" im Ukraine-Krieg

Witkoff ist heute wieder bei Putin.
Die US-Sondergesandten Witkoff und Kushner treffen am Donnerstag mit Russlands Präsidenten in Moskau zusammen.

Die Gespräche zur Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind nach Angaben des US-Sondergesandten Steve Witkoff weit fortgeschritten. Es gebe nur noch "ein einziges Problem" zwischen Kiew und Moskau, sagte Witkoff am Donnerstag bei einer ukrainischen Veranstaltung am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos und vor seiner Reise nach Russland. Details nannte er zunächst nicht.

Besuch bei Putin

"Ich denke, wir haben es auf ein einziges Problem reduziert, und wir haben verschiedene Varianten dieses Problems diskutiert, was bedeutet, dass es lösbar ist", sagte Witkoff. "Wenn also beide Seiten eine Lösung wollen, werden wir sie auch finden." Die US-Sondergesandten Witkoff und Jared Kushner treffen am Donnerstag mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu Gesprächen in Moskau zusammen. Witkoff und Kushner sind von Trump mit den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Konflikts betraut.

Zuletzt hatte Putin die beiden US-Gesandten Anfang Dezember in Moskau empfangen. Seit Monaten laufen diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges. Auf dem Tisch liegt eine überarbeitete Fassung eines ursprünglich von den USA vorgelegten Friedensplans. Wichtige Fragen sind jedoch noch offen, darunter Gebietsansprüche und Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

Selenskij-Trump-Treffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij traf unterdessen zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos ein. Die Begegnung solle um 13.00 Uhr stattfinden, teilte ein Sprecher mit. Selenskij hatte seine Reise nach Davos an Fortschritte in der Frage von Sicherheitsgarantien für die Ukraine und den Wiederaufbau des von Russland angegriffenen Landes geknüpft.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte trat unterdessen Sorgen vor einem nachlassenden Engagement der USA für die Ukraine entgegen. Auf die Frage, ob US-Präsident Donald Trump zur Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine stehe, antwortet Rutte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: "Ja! Daran habe ich nie gezweifelt." Man müsse den Blick auf die Ukraine gerichtet halten und dürfe in dieser Frage nicht nachlassen, fügt Rutte hinzu.

Rutte betonte zudem, dass die geplante Verstärkung der NATO-Präsenz in der Arktis die Unterstützung für die Ukraine nicht beeinträchtigen werde. Die Rahmenvereinbarung mit US-Präsident Donald Trump rund um die Grönland-Frage bedeute zwar, dass die Verbündeten mehr für die Sicherheit im hohen Norden tun müssten, sagt Rutte der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des WEF in Davos. Er versichert jedoch, dass diese Anstrengungen keine Ressourcen binden werden, die für die Ukraine benötigt würden.

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