Konflikt Pakistan-Afghanistan: Militäroperationen gehen weiter
Pakistan hat seine Militäroperationen gegen Afghanistan nach einer vorübergehenden Waffenruhe wieder aufgenommen. Die für das höchste islamische Fest Eid al-Fitr vereinbarte Pause sei in der Nacht auf den 24. März beendet worden, wie das Außenministerium am Donnerstag in Islamabad mitteilte.
Die Einsätze würden fortgesetzt, bis die Ziele erreicht seien und die afghanische Taliban-Führung ihre Unterstützung für terroristische Infrastruktur einstelle. Islamabad wirft den Taliban vor, islamistischen Kämpfern Unterschlupf zu gewähren, die Anschläge in Pakistan verüben.
Im vergangenen Monat schwerste Kämpfe seit Jahren
Im vergangenen Monat war es zu den schwersten Kämpfen seit Jahren gekommen, die auf beiden Seiten zu hohen Verlusten geführt haben sollen. Der Regierung in Kabul zufolge wurden bei einem pakistanischen Luftangriff mehr als 400 Menschen getötet. Pakistan wies dies zurück und erklärte, die Angriffe hätten "gezielt militärischen Einrichtungen und Infrastrukturen zur Unterstützung von Terroristen" gegolten.
Afghanistan bestreitet, militante Gruppen zu unterstützen. Der wichtige Grenzübergang Torkham wurde am Donnerstag vorübergehend für die Rückkehr Hunderter afghanischer Flüchtlinge geöffnet. Pakistan fordert die Ausreise aller afghanischen Staatsbürger ohne gültige Papiere. Die Vereinten Nationen kritisieren dies als Verstoß gegen internationale Verpflichtungen.
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