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Politik Ausland
02/13/2020

Nordmazedonien: Polizei fand 53 Migranten in Kleinlaster

Die Flüchtlinge und Migranten sollen aus Griechenland gekommen sein. Sie wurden in Aufnahmezentren gebracht.

Die nordmazedonische Polizei hat nahe der griechischen Grenze 53 Flüchtlinge und Migranten in einem Kleinlaster entdeckt. Das Fahrzeug war nahe der Kleinstadt Strumica unterwegs, als die Polizisten es anhielten. Unter den Insassen waren 37 Afghanen, zwölf Pakistaner, zwei Inder, ein Iraker und ein Ägypter, berichtete die Nachrichtenagentur Makfaks Donnerstag unter Berufung auf das Innenministerium.

Den 43-jährigen Fahrer des in der Hauptstadt Skopje registrierten Kleinlasters nahmen die Beamten am Mittwochabend fest. Ihm droht ein Strafverfahren wegen Schlepperei. Die Flüchtlinge und Migranten wurden in Aufnahmezentren gebracht.

Nordmazedonien liegt als Nachbarland Griechenlands am Anfang der sogenannten Balkanroute. Flüchtlinge und Migranten versuchen auf mehreren Wegen und über mehrere Länder der Region nach Westeuropa zu gelangen. Die meisten dieser Länder, darunter auch Nordmazedonien, unternehmen große Anstrengungen, um irreguläre Grenzübertritte zu unterbinden. Nach Angaben von UN-Organisationen und Menschenrechtlern wenden sie dabei häufig physische Gewalt gegen ertappte Migranten an.

Proteste in Griechenland

In Griechenland harren gleichzeitig mehr als 42.000 Menschen auf den Inseln aus, die auf Asyl in der Europäischen Union hoffen. Täglich setzen neue Migranten aus der Türkei über. Aus Protest gegen den Bau neuer Lager auf den Inseln im Osten der Ägäis haben am Donnerstag Hunderte Inselbewohner vor dem griechischen Innenministerium und dem Parlament in Athen demonstriert. "Wir werden uns mit allen legalen Mitteln gegen den Bau von neuen Lagern wehren", sagte der Gouverneur der Region Nordägäis, Kostas Moutzouris, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Regierung der bürgerlichen Partei Nea Dimokratia (ND) unter Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hat angesichts der überfüllten Lager das Asylverfahren beschleunigt, stellt 1.200 neue Grenzpolizisten ein und baut geschlossene Registrier- und Abschiebelager auf den Ägäis-Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos.

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