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Österreicher-Tage bei Henry Kissinger

Bundespräsident Fischer und Außenminister Kurz nehmen an Generalversammlung teil.
Henry Kissinger unterhält sich mit einer anderen Person bei einer Veranstaltung.

Eine sehr österreichische Mischung aus Patriotismus und Abschiedsstimmung herrschte Dienstag Abend in der Residenz des österreichischen Botschafters bei den Vereinten Nationen in der noblen Upper East Side in New York. Botschafter Martin Sajdik hatte die heimischen Teilnehmer an der UNO-Generalversammlung geladen. Der Spitzendiplomat, der das Land auf gewichtigen Posten wie Moskau und Peking erfolgreich vertreten hatte, nimmt kommenden Sommer seinen Abschied aus dem diplomatischen Dienst. Sajdik hieß so auch seinen Nachfolger Jan Kickert, politischer Direktor im Außenministerium, als künftigen Hausherren willkommen.

Bundespräsident Heinz Fischer ist seit Amtsantritt regelmäßig Teilnehmer des jährlichen UNO-Treffens. Heuer erstmals mit dabei: Außenminister Sebastian Kurz und Umweltminister Andrä Rupprechter. Rupprechter war wegen des UN-Klimagipfels angereist. Er zeigte sich beeindruckt vom "spürbaren Willen" von großen Klimasündern aber auch Big Playern wie den USA und China, bei der entscheidenden Klimakonferenz 2015 in Paris "etwas weiterzubringen".

Fischer und Kurz absolvierten am Dienstag gemeinsam zwei heikle bilaterale Treffen mit dem irakischen und dem iranischen Staatspräsidenten. Im Mittelpunkt da wie dort die katastrophale Lage in den von der IS beherrschten Regionen im Mittleren Osten.

Die weltweite neue Herausforderung durch den islamistischen Terror beherrschte auch das angelaufene UN-Treffen. Welche Rolle kann ein 8-Millionen-Land bei diesem globalen Austausch der Interessen von Weltmächten spielen? Österreich ist gerade dabei, sein Angebot für humanitäre Hilfe für die IS-Flüchtlinge vor Ort zu konkretisieren, berichten die heimischen Diplomaten. Im Fall des Iran würden zudem die Chancen auf einen Abschluss der Atomverhandlungen im November in Wien steigen.

Beim abendlichen Österreich-Treff nach seinem Premierentag bei der UNO in New York musste sich Sebastian Kurz entschuldigen lassen. Der jüngste Außenminister der Welt war zu einem Abendessen mit dem großen alten Mann der Außenpolitik, Henry Kissinger, geladen. Mit am Tisch der kleinen Runde im New Yorker Appartement des prominenten Eigentümers und Zeitungs-Herausgebers Mortimer Zuckerman (New York Daily News, US News and World Report) war auch der britische Ex-Premier Tony Blair.

Kissinger absolviert diese Woche Österreicher-Tage in New York: Am Donnerstag trifft der Ex-US-Außenminister Bundespräsident Heinz Fischer zum Mittagessen.

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