Symbolfoto.

© APA/AFP/GETTY IMAGES/JUSTIN SULLIVAN

Nach Anschlag in Istanbul
01/03/2017

Türkei geht gegen Hass-Accounts vor

Türkische Behörden haben insgesamt 347 Accounts im Visier, die "Feindschaft in der Nation" säen und die Opfer des Silvester-Attentats im Internet verspotteten.

Nach dem Anschlag auf eine Silvesterfeier in Istanbul mit Dutzenden Toten gehen die türkischen Behörden gegen Hass-Accounts in den sozialen Medien vor. Gegen 347 Accounts werde ermittelt, weil sie Feindschaft in der Nation säten, sagt Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus nach Angaben er staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Montagabend.

Das Büro des Ministerpräsidenten warnte in einer Mitteilung, Nachrichten in den sozialen Medien, die polarisierten, würden dem Terror in die Hände spielen. Solche Nachrichten, die den Interessen der Nation und des Landes entgegenstünden, könnten zudem als Straftat behandelt werden, heißt es weiter.

Nach dem Anschlag im Club Reina hatten einige Nutzer die Opfer verspottet. In solchen Nachrichten war die Meinung dominierend, dass die Opfer es nicht anders verdient hätten, weil Neujahrsfeiern unislamisch seien. Konservative Kreise in der Türkei hatten seit längerem Stimmung gegen westliche Bräuche wie Weihnachten oder Silvester in der Türkei gemacht.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.