Moskau will US-Bomber über Ostsee abgefangen haben

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Zwei Maschinen vom Typ B-1B hätten sich "der russischen Grenze genähert", hieß es vom Kreml.

Russland hat eigenen Angaben zufolge zwei Bomber der US-Luftwaffe über der Ostsee abgefangen. Die beiden Maschinen vom Typ B-1B hätten sich "der russischen Grenze genähert", teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit.

"Nach dem Rückzug der ausländischen Kriegsflugzeuge von der russischen Grenze ist das russische Kampfflugzeug wieder zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt", hieß es weiter. Das US-Pentagon bestätigte die Begegnung, bewertet sie aber anders.

Der Flug der russischen Maschine sei in "strenger Einhaltung der internationalen Regeln für den Luftraum" erfolgt, fügte das Ministerium hinzu.

Der russische Abfangjäger des Typs Su-27 startete nach Militärangaben, nachdem sich zwei ausländische Flugzeuge dem russischen Flugraum über dem Baltikum genähert hätten, wie die Nachrichtenagenturen Itar-Tass und Interfax berichteten. Sie seien als amerikanische Überschall-Bomber des Typs B-1B identifiziert worden. Die Maschinen hätten sich anschließend wieder vom russischen Luftraum entfernt.

Bereits vor einer Woche hatte Russland mitgeteilt, ein deutsches und ein französisches Militärflugzeug abgefangen zu haben, welche versucht hatten, den russischen Luftraum "zu verletzen".

Mitte April hatte Moskau ein Kampfflugzeug losgeschickt, um ein deutsches Marineflugzeug über die Ostsee zu eskortieren.

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Im März war eine US-Drohne über dem Schwarzen Meer abgestürzt, nachdem sie mit einem russischen Kampfjet zusammengestoßen war. Das russische Verteidigungsministerium bestritt, für den Absturz verantwortlich gewesen zu sein und erklärte, die Drohne habe die Kontrolle verloren.

"Lange geplante Übung"

Das Pentagon sprach von einer seit langem geplanten Übung in Europa. Die Interaktion mit der Besatzung des russischen Flugzeugs sei "sicher und professionell" gewesen, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums in Washington.

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