© APA/AFP/JAVIER TORRES

Politik Ausland
11/13/2019

Massenfestnahmen nach Ausschreitungen in Chile

Plünderungen, Brandstiftung und Angriffe auf die Polizei: Mehr als 1000 Demonstranten wurden festgenommen.

In Chile ist es am Rande von Massenkundgebungen erneut zu schweren Ausschreitungen sowie Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Insgesamt wurden in Santiago de Chile und anderen Städten in der Nacht auf Mittwoch 114 Geschäfte geplündert, 30 Gebäude in Brand gesetzt und 20 Polizeireviere angegriffen.

Laut dem Innenministerium wurden 347 Polizisten und 46 Demonstranten verletzt und 1.020 Menschen festgenommen.

An den Kundgebungen am Dienstag nahmen nach Polizeiangaben insgesamt 250.000 Menschen teil, unter ihnen 80.000 allein in Santiago de Chile. Die Demonstranten verlangten unter anderem eine neue Verfassung.

Alle Oppositionsparteien forderten am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung die Regierung auf, eine verfassunggebende Versammlung einzuberufen.

Staatschef Sebastián Piñera rief am Dienstagabend (Ortszeit) "alle Akteure" zum Frieden, mehr Gerechtigkeit und der Ausarbeitung einer neuen Verfassung auf.

"Die Zeit drängt", sagte der Vorsitzende der konservativen Regierungspartei "Renovación Nacional" (RN) Mario Desbordes am Mittwoch dem Sender Radio Cooperativa. Es müsse in den kommenden Tagen eine politische Einigung mit den Oppositionsparteien getroffen werden, um mit einem starken Reformprogramm den Gewaltausbrüchen Einhalt zu gebieten.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.