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"Humanitäre Katastrophe" droht: Kuba bittet wegen US-Drucks international um Hilfe

Der Außenminister von Kuba, Bruno Rodríguez Parrilla, sieht eine "humanitäre Katastrophe" auf sein Land zukommen und bittet die internationale Gemeinschaft um Hilfe gegen den Druck der USA.
Cuban Foreign Minister Bruno Rodriguez Parrilla visits Moscow

Angesichts des US-Vorgehens gegen Kuba hat das kommunistische Land die internationale Gemeinschaft dringend um Hilfe gebeten. Seinem Land drohe eine "humanitäre Katastrophe", sagte Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla am Dienstag in einer Rede vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York. "Jetzt sollte die Zeit für Solidarität mit Kuba sein."

"Ich rufe die internationale Gemeinschaft auf, eine humanitäre Katastrophe zu verhindern, die durch Waffengewalt oder die Treibstoffblockade herbeigeführt werden könnte", sagte Rodríguez. Sein Land wird von US-Präsident Donald Trump seit Monaten wirtschaftlich und politisch unter Druck gesetzt.

Trump drohte unter anderem wiederholt damit, Kuba zu "übernehmen". Außerdem verhängte er de facto eine Ölblockade gegen das Land. Unter anderem wegen der ausbleibenden Öllieferungen und der US-Sanktionen steckt Kuba in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

Verschärft wurden die Spannungen zwischen beiden Ländern in der vergangenen Woche dadurch, dass die USA Kubas Ex-Präsidenten Raúl Castro anklagten. Die US-Justiz macht den 94-jährigen Bruder des einstigen Revolutionsführers Fidel Castro für den Abschuss zweier Zivilflugzeuge im Jahr 1996 mit vier Toten verantwortlich.

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